Verbindung nach Sundern

Neue Buslinie steht schon wieder vor dem Aus: Das ist der Grund

Um die Bürgerbus-Linie dauerhaft weiter betreiben zu können, fehlt es an Fahrern. 

Beckum – Das Projekt startete im April mit großen Ambitionen, nun steht die neue Bürgerbuslinie von Hachen über Enkhausen und Hövel nach Beckum bereits wieder vor dem Aus.

Der einfache Grund: Um die sogenannte Röhrtallinie im Bürgerbusbetrieb auch weiterhin bedienen zu können, fehlen Fahrer. 

Grenzen sollte die neue Bürgerbuslinie überwinden, und ein „erstes Signal zum Kennenlernen“ sein, sagte Michael Breier, Geschäftsführer des Bürgerbusvereins vor nicht einmal einem Jahr. Gab es bisher kaum Buskontakte zwischen den Kommunen Balve und Sundern, sollten die Sunderaner fortan mit dem Bürgerbus nach Balve und die Balver zum Sorpesee fahren können – jeweils mit Beckum als Umstiegspunkt. Das neue Angebot kommt durchaus an, nutzten zuletzt doch rund 350 Fahrgäste im Monat die Linie. 

Vier Fahrten am Vormittag

Zurzeit sieht der Fahrplan vier Fahrten am Vormittag vor. Von montags bis samstags geht es im Stundentakt ab 8.43 Uhr los. Am Feuerwehrhaus in Beckum ist der Umkehrpunkt der neuen Linie. Von dort aus geht wieder Richtung Hachen. In Beckum besteht für die Fahrgäste eine Umstiegsmöglichkeit in die Linie B 3 nach Balve. 

Doch nun ziehen dunkle Wolken über der Röhrtallinie auf. Trotz aller Suche und Bemühungen stehen aus dem Bereich Hachen, Enkhausen und Hövel zu wenig ehrenamtliche Fahrer zur Verfügung, so Breier. Um die angespannte Situation zu besprechen, trafen sich jetzt der Geschäftsführer des Bürgerbusvereins, aktive Busfahrer und Fahrgäste mit Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel. 

Eine "echte Verbindung zum Leben"

„Der Bürgerbus hilft und verbindet Menschen. Er hat hier gefehlt. Darum haben wir uns zwei Jahre eingesetzt und nach langen und teilweise zähen Verhandlungen konnte er endlich fahren. Die Linie ist mehr als nur Verkehrsanbindung. Sie ist für viele eine echte Verbindung zum Leben. Und was die Fahrer berichten, bestätigt dies“, sagte Brodel. 

Damit die Röhrtallinie dauerhaft weitergeführt werden kann, müssen dringend neue Fahrer für diese ehrenamtliche Tätigkeit gefunden werden, sagt Breier, der nun schnellstmöglich auf Freiwillige hofft.

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