Erörterungstermin

Neubau der K 11: Lösungen mit Anliegern gefunden

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Leveringhausen – „Es wurden Lösungen gefunden über die Zufahrt der Anlieger und die Beseitigung der Engstelle in Leveringhausen“, teilte die Sprecherin der Bezirksregierung Arnsberg, Ursula Kissel, auf Anfrage der Redaktion zum Verlauf des Erörterungstermins mit.

Bei diesem durften am Dienstag in der Sokola.de in Langenholthausen alle 20 Bürger, die Einwendungen gegen den Neubau der Kreisstraße 11 zwischen Leveringhausen und Ihmert (Elfenfohren) abgegeben hatten, in Einzelterminen ihre Anliegen vortragen. Unter Moderation der Bezirksregierung diskutierten sie mit Vertretern des Märkischen Kreises und des Landesbetriebs Straßen.NRW. 13 Beschwerdeführer nutzten diese Möglichkeit. 

„Der topografische Ausbau dieser Straße ist schwierig“, sagte Kissel. „Wenn sie breiter als 5,50 Meter ausgebaut würde, befürchten die Anlieger, dass die Zufahrt zu ihren Häusern schwieriger werde. Hier wurde vereinbart, einen neuen Wirtschaftsweg anzulegen, über den alle Häuser zu erreichen sind.“ 

Auch Engstelle in Leveringhausen soll ausgebaut werden

Zerstreut worden seien auch die Befürchtungen, dass die enge Kurve in Leveringhausen nicht beseitigt werde. „In Absprache mit dem Kreis wird der Ausbau dieser Engstelle zeitnah mit dem Neubau der Kreisstraße 11 erfolgen“, so die Sprecherin. „Dieser Ausbau soll nicht lange hinausgezögert werden.“ 

Die Anlieger seien mit den ihnen für ihre Beschwerden vorgelegten Optionen einverstanden gewesen, bestätigte sie. Zum weiteren Vorgehen teilte Knissel mit, dass nach der Sommerpause die Protokolle an alle Beteiligten verschickt würden. Dann folge auch eine Beschlussbearbeitung. 

Anhörung schon 2015 beantragt

Der Märkische Kreis hatte bereits im Dezember 2015 die Durchführung des Anhörungsverfahrens für den Neubau der K 11n zwischen Leveringhausen und Ihmert bei der Bezirksregierung beantragt. Mit einem Aufwand von 7,8 Millionen Euro soll die rund 2,8 Kilometer lange Strecke mit einer auf 5,50 Meter verbreiterten Fahrbahn versehen werden. 

Mit dem Bauvorhaben soll nach Darstellung des Kreises die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs sowie die verkehrliche Infrastruktur verbessert werden. Vorgesehen ist, die Strecke nur für Lkw bis zu 3,5 Tonnen freizugeben. 

Immer mehr kritische Stimmen

Überlegungen zum Ausbau der Strecke gibt es bereits seit dem Beginn der 1980er-Jahre. Während sich die lokale Politik anfangs für dieses Projekt stark gemacht hat, weil eine gut ausgebaute Straße von Garbeck in den Raum Altena/Iserlohn als vorteilhaft betrachtet wurde, mehren sich mittlerweile die kritischen Stimmen, die vor einer zu hohen Verkehrsbelastung für Leveringhausen, aber auch für Garbeck warnen. Die Verkehrsbelastung könnte nach dem Ausbau von derzeit rund 1500 Fahrzeugen pro Tag auf 3150 steigen.

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