„Nein“-Gefühl ausdrücken

Wie das Wörtchen „Nein“ oft eine Situation grundlegend verändern kann, lernten die Grundschüler Balves jetzt. - oto: Kolossa

GARBECK -  Zum „Nein“-Sagen werden die Kinder der dritten und vierte Jahrgänge aller Balver Grundschulen bei der Aktion „Mein Körper gehört mir“ ermutigt. „Wir können anderen Menschen sagen, wie wir uns fühlen, wenn sie uns berühren“, brachten ihnen jetzt Sermin Kayik und Simon Martin von der theaterpädagogischen Werkstatt aus Osnabrück in Spielszenen und im Gespräch bei.

Der Nachbar wollte doch eigentlich dem Jungen nur beibringen, wie man Tennis spielt. Doch dann fasst er ihn an den Po. Ein Jugendlicher setzt sich im Bus neben ein Mädchen und legt den Arm um ihre Schulter.

Die Akteure bezogen die Schüler mit ein: „Wie fühlt sich das Kind jetzt? Hat es ein Ja- oder Nein-Gefühl? Was kann es tun?“ Und danach wurde die Szene neu gespielt. Erleichtert waren die Kinder, als der Junge sich seiner Mutter anvertraut hatte, und das Mädchen den Jugendlichen mit einem lautstarken „Nein“ verscheuchte.

Dorothe Gastreich-Kneer, kommissarische Schulleiterin der katholischen Grundschule Drei Könige, hatte zu dieser Aktion die Nachbarschulen aus Balve und Langenholthausen eingeladen. In Beckum fand eine eigene Aufführung statt.

Mit diesem Programm, das zusammen mit der Kriminalpolizei erstellt wurde und ständig aktualisiert wird, gastiert die Werkstatt seit 1994 an Schulen. Finanziert werden die Auftritte in Garbeck und Beckum vom Jugendamt des Märkischen Kreises.

Von Julius Kolossa

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