Neue Erweiterungspläne

Nehmen bald zwei Steinbrüche Dorf im MK in die Zange?

Die Pläne von Calcit Edelsplitt zur Erweiterung des Steinbruchs in Eisborn/Retringen haben die Bürgerinitiative in Eisborn aufgeschreckt.
+
Die Pläne von Calcit Edelsplitt zur Erweiterung des Steinbruchs in Eisborn/Retringen haben die Bürgerinitiative in Eisborn aufgeschreckt.

Wird Eisborn bald von zwei Steinbrüchen in die Zange genommen? Denn neben den Steinbrucherweiterungsplänen des Kalkproduzenten Lhoist für das Hönnetal-Werk (wir berichteten), möchte auch das Unternehmen Calcit Edelsplitt im Bereich Eisborn/Retringen erweitern.

Eisborn ‒ „Nach uns vorliegenden Informationen soll der Steinbruch in Eisborn/Retringen nach Westen um etwa 16 Hektar in Richtung Asbeck erweitert werden. Damit könnten die von der BGS Eisborn schon mehrfach geäußerten Befürchtungen eintreten, dass Eisborn durch die Pläne der Firmen Lhoist und Calcit rundherum abgegraben wird“, teilte die Eisborner Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung (BGS) mit.

Nachdem Kalkproduzent Lhoist seine Erweiterungspläne zuletzt deutlich von knapp 80 auf noch 16 Hektar abgespeckt hatte und diese Fläche auch von Eisborn weg hin zur Neheimer Straße abgebaut werden soll, gibt es nun eine neue Bedrohung für das Dorf. Wie BGS-Vorsitzender Michael Hirt und dessen Stellvertreter Jochen Voß schreiben, dürfte von dem Calcit-Expansionsvorhaben auch Asbeck stark betroffen sein: „Denn die Abgrabungsflächen sollen bis unmittelbar an die L 682 und damit näher an die Wohnbebauung heranrücken.“

Die Kreisstraße 29 von Eisborn nach Retringen solle nach dieser Planung verlegt werden, künftig vor der bisherigen Abgrabungsfläche verlaufen und in der Nähe des Hofes Schulte-Deinstrup an die Kreisstraße 26 angeschlossen werden.

Federführend beim Planfeststellungsverfahren für die geplante Westerweiterung des Calcit-Steinbruchs ist der benachbarte Hochsauerlandkreis, wie Sprecher Jürgen Uhl am Montag auf Anfrage der Redaktion bestätigte. „Die Erweiterungspläne sollen ab dem 15. September für eine Öffentlichkeitsbeteiligung in den Rathäusern in Balve, Menden und Arnsberg-Neheim ausgelegt werden“, sagte Uhl.

Die beim Märkischen Kreis gestellte Anfrage zu einer möglichen Planung über die Verlegung der Kreisstraße 29 blieb zunächst unbeantwortet. Kreissprecherin Ursula Erkens konnte dazu noch keine Auskunft geben. Das Unternehmen Calcit reagierte auf eine Anfrage der Redaktion nicht. Die Geschäftsleitung sei für den Süderländer Volksfreund nicht zu sprechen, hieß es dort lediglich.

Für die BGS-Vorstände Michael Hirt und Jochen Voß ist das weitere Vorgehen derweil längst klar: „Wir werden die öffentliche Auslegung der Planunterlagen abwarten und dann fundierte Einwendungen erheben.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare