Naturwissenschaftliches Interesse durch Ausprobieren

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Hochkonzentriert versucht sich dieser Schüler im Balancieren. Beobachtet wird er dabei ganz genau von einer Mitschülerin.

BALVE - Warum eine Kugel in einem Glas mit Leitungswasser anders rollt, als in Sprudel oder Essig, das wissen nun die 280 Mädchen und Jungen der St.-Johannes-Grundschule aus Balve, die im Rahmen der Miniphänomenta auch die Auswirkung der Dichte von Flüssigkeiten erkennen. 25 Stationen sind für zwei Wochen im Schulgebäude aufgebaut.

An den Experimenten beteiligten sich zudem zwei Klassen aus Langenholthausen (eine ist auf Klassenfahrt) – auch im Rahmen der Eingewöhung an die neue Schule im kommenden Schuljahr nach Schließung der Dorfschule.

Naturwissenschaftliche Phänomene wie optische Täuschungen, die Multiplizierung eines Autos durch Spiegel, Stromerzeugen durch Handauflegen und auch Erzeugen von Strom durch Wärme sind nur einige Stationen, die den Kindern 14 Tage lang zur Verfügung stehen. In ihren Forschungsheften tragen sie dann ihre Ergebnisse ein.

Ermöglicht wird dies durch den Märkischen Arbeitgeberverband, der diese ganz besondere Phänomenta finanziert. Annette Tilsner, Bildungsreferentin, stellte diese Aktion am Freitag mit Schulleiterin Birgit Heckmann vor.

Ausprobieren, wie und warum etwas funktioniert, das sollen die Schüler. Und für alle Fälle stehen zwei eigens dafür ausgebildete Lehrer zur Seite, denn nicht immer erschließt sich die Bedeutung einer Versuchsstation den Schülern auf den ersten Blick. Dann sorgen Tipps für eine andere Denkweise – und schon wissen die Kinder weiter.

Vor drei Jahren war die Miniphänomenta mit großem Erfolg in Langenholthausen, wie Heckmann berichtet. In Balve ist sie nun zum ersten Mal: „Ideal wäre ein Vier-Jahres-Rhythmus.“ Damit aber auch die Jüngsten dieses Mal mit experimentieren können, hat die Grundschule alle Vorschulkinder aus allen Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet von Eisborn über Balve nach Garbeck und Langenholthausen eingeladen.

Und damit nach dem Abbau nicht alles vorbei ist, bekommt die Balver Grundschule die Bauanleitungen für alle Experimenterstationen. Tilsner: „Das Interesse der Kinder für Naturwissenschaften und Technik kann auf diese Weise durch das erneute Ausprobieren an den Nachbauten besser verankert werden.“

Von Julius Kolossa

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