Zwei Alternativen

Naturhistorischer Verein Hönnetal: Suche nach einem Vereinsheim

Die alte Mühle im Hönnetal unterhalb der Burg Klusenstein
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Die alte Mühle im Hönnetal unterhalb der Burg Klusenstein.

Die alte Mühle im Hönnetal oder doch das Feuerwehrgerätehaus in Volkringhausen als Vereinsheim?

Volkringhausen – Andreas Kolarik, Vorsitzender des Naturhistorischen Vereins Hönnetal (NHV), kommt im Gespräch mit der Redaktion ins Grübeln. „Die Mühle ist für uns längst nicht abgehakt“, erläutert er, wie sein Verein dazu steht, dieses Gebäude im Schatten der Burg Klusenstein für eigene Zwecke nutzen zu dürfen. „Sie ist es auf jeden Fall wert, erhalten zu werden.“

Gerne würde sich der NHV dieser Aufgabe annehmen. „Wir waren auch schon drin“, erzählte Kolarik. Er weiß um den Renovierungsstau, der sich dort angesammelt hat. Langwierige Arbeiten und ein damit verbundener sechsstelliger Eurobetrag wären erforderlich. All dies schreckt den Vorsitzenden, der seinen Vorstand hinter sich weiß, in dieser Sache nicht ab.

Überlegungen bereits seit 2018

Bereits seit der Vereinsgründung im Jahr 2018 wird darüber nachgedacht, diese Mühle als Vereinshaus nutzen zu können. Aber irgendwie kam der Verein mit der Eigentümerfamilie Peper bisher noch nicht damit überein. Und seit der Corona-Pandemie sind Treffen vor Ort nicht möglich. „Aber“, führt Kolarik den entscheidenden Grund an, weiterhin am Ball bleiben zu wollen, „es gibt Fördergelder dafür, dieses älteste nichtkirchliche Gebäude im Hönnetal zu erhalten.“ Ob es jedoch letztlich zu einer Einigung kommt und wenn ja, wie viel Zeit bis dahin noch vergeht, ist nicht absehbar.

Alte Mühle 1265 gebaut

Die alte Mühle im Hönnetal wurde 1265 als Getreidemühle gebaut, um das Mehl für die umliegenden Ortschaften herzustellen. Eine Aufstockung fand 1914 statt, eine Turbine zur Wassergewinnung wurde 1915 eingebaut. Dieses 1984 in der Denkmalschutzliste der Stadt Balve eingetragene Gebäude gehört der Familie Peper aus Baden-Württemberg, die es nach und nach sanieren lässt.

Einen zeitlich konkreteren Rahmen gebe es bei dem Feuerwehrgerätehaus in Volkringhausen als Vereinsheim. Dieses Gebäude gegenüber der St.-Michael-Kapelle wird in zwei bis drei Jahren leer stehen, wenn die Wehrkräfte samt Ausrüstung nach Sanssouci umgezogen sind. Dort wird bekanntlich ein neues Gerätehaus für die Einheiten Volkringhausen und Beckum entstehen.

Das Feuerwehrgerätehaus in Volkringhausen.

Entscheidung steht noch aus

„Erst nach dem Neubau werden wir entscheiden, wie es mit dem Altbau, aber auch mit der angrenzenden alten Schule weitergeht“, sagte Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, auf Anfrage zum Vorgehen der Verwaltung bei diesen beiden städtischen Immobilien. „Bis dahin bleiben beide Gebäude stehen.“ Einzige Nutzer sind die Feuerwehr und eine Familie, die eine Wohnung angemietet hat.

Das Feuerwehrhaus wäre nicht ganz verkehrt.

Andreas Kolarik, Vorsitzender des Naturhistorischen Vereins Hönnetal

„Das Feuerwehrhaus wäre nicht ganz verkehrt“, überlegt Kolarik. „Wir werden im Vorstand darüber diskutieren.“ Die Lage sei „nett und zentral“ – weitere Informationen müssten eingeholt werden. Allerdings kann Andreas Kolarik bereits jetzt schon Kritik anbringen: „Das Feuerwehrhaus ist viel zu jung.“ Eingeweiht wurde es am 9. September 2000: „Unser Verein setzt sich aber dafür ein, Baudenkmäler zu erhalten.“ Ob aber doch noch die zentrale Lage und eventuell günstige Konditionen den Ausschlag dafür geben, dass der NHV dort einziehen könnte, bleibt abzuwarten.

Die Schule, gebaut um 1922, soll nach den Vorstellungen der Stadt Balve aufgrund des schlechten baulichen Zustands abgerissen werden und Platz machen für sechs Bauplätze. Die Zukunft des Feuerwehrgerätehauses dagegen war damals noch völlig offen – und ist es auch heute weiterhin.

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