1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Balve

Nationales Naturmonument Hönnetal: Die Diskussion ist eröffnet

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Julius Kolossa

Kommentare

Höhlenforscher Stephan Voigt vor der Feldhofhöhle im Hönnetal.
Höhlenforscher Stephan Voigt vor der Feldhofhöhle im Hönnetal. © Kolossa, Julius

Wird aus dem Hönnetal ein Nationales Naturmonument? Nachdem ein bekannter Höhlenforscher diesen Vorschlag geäußert hat, ist die Diskussion jetzt eröffnet.

Wird aus dem Hönnetal ein Nationales Naturmonument? Nachdem der bekannte Höhlenforscher Stefan Voigt im Gespräch mit der Redaktion diesen Vorschlag geäußert hatte, kann sich auch der Naturhistorische Verein Hönnetal (NHV) sehr gut vorstellen, auf diese Weise das Gebiet nachhaltig zu schützen und das touristische Potenzial weiter zu steigern.

Nationale Naturmonumente sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz Gebiete, die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen und wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit von herausragender Bedeutung sind. Sie genießen einen besonderen Schutzstatus.

NHV: Hönnetal erfüllt die Kriterien

„Aus unserer Sicht erfüllt das Hönnetal genau diese Kriterien. Mit der Anerkennung würde das Hönnetal in einer Reihe mit so bedeutenden Naturmonumenten wie den Ivenacker Eichen, den Bruchhauser Steinen, der Kluterthöhle, dem Grünen Band Thüringen oder der Weltenburger Enge stehen“, schreibt der Naturhistorische Verein, der über dieses Thema in einen offenen Diskurs treten möchte.

Das innere Hönnetal sei nicht nur aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen, sondern gerade auch wegen seiner Eigenart und Schönheit von herausragender Bedeutung. Mit der Luisenhütte, der Balver Höhle, dem Felsenmeer, dem Ensemble aus Höhlen, Burg und Mühle, dem NS-Projekt Schwalbe und dem Gut Rödinghausen verfüge es über kultur- und naturhistorisch hoch bedeutsame Fixpunkte.

In großen Teilen unter Naturschutz

Auch steht das Tal seit Langem in großen Teilen unter Naturschutz (FFH-Gebiet). „Ein Nationales Naturmonument schützt jedoch nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern in gleicher Weise wichtige Zeugnisse der Natur- und Kulturgeschichte, und trägt damit zu mehr Naturverstehen und Naturerleben für viele Menschen bei“, so der NHV.

Das Hönnetal ist Lebensraum für knapp 100 000 Menschen. Zwischen Balve und Oberrödinghausen dient es auch wirtschaftlichen Zwecken und ist zudem eine wichtige Verkehrsader. „Dies schließt die Eignung als Nationales Naturmonument aber nicht aus. Mit dem Engagement der maßgeblichen Gebietskörperschaften (Hönnetal-Gemeinden, Märkischer Kreis, Regierungsbezirk Arnsberg) und tatkräftiger Unterstützung aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft und insbesondere der heimischen Bevölkerung sehen wir für ein solches Projekt gute Erfolgschancen“, glaubt der Naturhistorische Verein.

Auch interessant

Kommentare