Nachwuchs bei den Jagdhornbläsern nicht in Sicht

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Der musikalische Leiter Thomas Schmitz (Dritter von links) mit den Schnupperkurs-Teilnehmern Hendrik Schulte (von links), Peter Glasmacher, Sibylla Schimpke und Björn Freiburg.

Balve - Mit nur noch 13 aktiven Musikern ist die Spielfähigkeit der Jagdhornbläser des Hegerings Balve derzeit akut gefährdet. Um Nachwuchs zu gewinnen, startete das Bläserkorps in dieser Woche einen Schnupperkurs. Mit vier Teilnehmern war das Interesse allerdings eher überschaubar.

Zumal Sybilla Schimpke, Peter Glasmacher, Hendrik Schulte und Vorsitzender Björn Freiburg auch alle bereits dem Hegering angehören. Jugendliche, die eigentlich mit dem Angebot angesprochen werden sollten, um die Zukunft der Jagdhornbläder auch über das derzeit 45. Jahr hinaus zu sichern, waren im Mellener Landmarkt nicht dabei. 

Dafür lagen nach Angaben der Verantwortlichen zumindest von fünf potenziellen Musikern Entschuldigungen und gleichzeitig die Versprechen vor, beim nächsten Mal teilnehmen zu wollen. 

Schmitz neuer musikalischer Ausbilder

Thomas Schmitz, Waldhornist beim Luftwaffenmusikkorps Münster und Leiter vom Musikverein Müschede, wurde als neuer musikalischer Ausbilder von den Jagdhornbläsern aus Balve engagiert, um mit neuen Musikern den Nachwuchs zu bilden. „Klare Töne sind unser Ziel“, sagte er. „Jeder soll in der Lage sein, die Jagdsignale klar zu spielen.“ 

Sibylla Schimpke und Björn Freiburg schauen sich ein Mundstück für das Jagdhorn an.

Mit Björn Freiburg hatte er einen wissbegierigen Schüler, der zugleich auch Leiter der Jagdhornbläser ist. Seit sieben Jahren spielt er in diesem Blasensemble mit: „Aber nur nach Gehör.“ Ab jetzt möchte Freiburg lernen, auch nach Noten spielen zu können. 

Nicht einfach, einen klaren Ton zu treffen

Peter Glasmacher hat Spaß daran, zum ersten Mal in ein Horn zu stoßen. Dass dies nicht so einfach ist, um einen klaren Ton zu treffen, merkt er schnell. Auch Sibylla Schimpke strengt sich an; seit mehreren Jahren hat sie nicht mehr gespielt, und will einen Neuanfang wagen. 

Dafür steht mit Thomas Schmitz ein geduldiger Lehrer an der Seite, der weiß, wie er seinen Schülern schnell kleine Fortschritte vermitteln kann. Zunächst wurde nur nach Ansage gespielt, später nach Noten. Und am Ende nahm jeder mit nach Hause, die Töne C und G gespielt zu haben. Die Instrumente dafür wurden von den Jagdhornbläsern gestellt. 

Der nächste Schnupperkurs für alle Interessierten findet am Montag, 23. April, um 17.30 Uhr im Mellener Landmarkt statt. Dann hoffen die Verantwortlichen auf eine deutlich größere Resonanz.

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