Aufgaben auch im Katastrophenschutz

Nachwuchs fehlt: Personalsorgen beim Balver DRK

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Neues Material ist vorhanden beim DRK Balve, wie Rotkreuzleiter Julian Krämer zeigt. Mädchen und Jungen, die sich ausbilden lassen wollen, fehlen jedoch.

Balve - Der Reiz des flackernden Blaulichts zieht offenbar nicht immer: Während Feuerwehr und Technisches Hilfswerk in der Hönnestadt im Jahr schon einmal bis zu 40 Mädchen und Jungen ausbilden, hakt es beim Deutschen Roten Kreuz (DRK).

„Wir können die junge Generation leider nicht so leicht für unsere Arbeit begeistern“, sagt Rotkreuzleiter Julian Krämer. 

Dabei liegen neue Jacken und Helme in allen Größen für zehn neue Helfer bereit. Es fehlen jedoch geeignete Kandidaten. Dabei kann sich das Einsatzspektrum durchaus sehenlassen, das das DRK in Balve bietet, findet Krämer: „Katastrophenschutz, Sanitätsdienst, Blutspende und Kleiderkammer.“ Bisher stehen etwa 40 Aktive dafür zur Verfügung, 20 für die Hilfe bei Katastrophen, ebenso viele als Sanitäter. 

Viel zu tun das gesamte Jahr über

„Die Katastrophenhilfe hat unvorhersehbare Einsatzzeiten, während der Sanitätsdienst überwiegend bei Veranstaltungen am Wochenende tätig wird“, erklärt der Rotkreuzleiter, was seine Leute erwartet. Wer sich im Blutspendedienst engagieren möchte, der wird spätnachmittags eingesetzt, während die Kleiderkammer vormittags geöffnet hat. 

Es gibt also das gesamte Jahr über genug zu tun beim heimischen DRK-Ortsverband mit Sitz im Gewerbegebiet Braukhaussiepen. Allein die Sanitäter betreuen im Jahr bis zu 15 Veranstaltungen, darunter neben Schützenfesten auch das Optimum. 

Das DRK Balve versorgte in den vergangenen Jahren aber auch andere Einsatzkräfte mit Verpflegung aus der eigenen Küche. So beim Brand der Firma Muschert und Gierse in Küntrop und 2018 dem Waldbrand in Altena. Das Vorbereiten gehört dazu, das Kochen und Ausfahren, aber auch das Spülen. „Unsere Aufgaben sind sehr vielfältig“, fasst Julian Krämer die Fähigkeiten der Mitglieder seines Ortsverbandes zusammen. 

Fast 400 Fördermitglieder

Möglich wird all dies auch durch Fördermitglieder im DRK Balve. Deren Zahl ist im vergangenen Jahr nach einer groß angelegten Werbeaktion von 350 auf 397 gestiegen. Jeder bestimmt seinen monatlichen Mitgliedsbeitrag selbst, mit dem die Ausrüstung und Ausbildung finanziert wird. 

Doch letztendlich bleiben die Aktiven seit mehreren Jahren weitgehend unter sich. „Es kommt vor, dass Neue für ein Jahr helfen, doch es ist schwierig, sie langfristiger zu binden“, schildert Krämer die Probleme. In guter Erinnerung sei noch die eigene Jugendgruppe, in der der Nachwuchs ausgebildet wurde. „40 Jahre ist dies her. Für eine Neugründung gibt es aber nicht genügend Nachfragen“, beschreibt Krämer das Dilemma.

Interessierte können sich über die Arbeit des DRK auch im Internet informieren: www.drk-balve.de.

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