Über 400 Besucher schmökern

Die „Mörderischen Sauerländer“ waren in der langen Bibliotheksnacht ebenfalls mit von der Partie.

BALVE ▪ So mancher der über 400 Besucher, der am Freitag an der „Nacht der Bibliotheken“ in Balve teilnahm, ging schwer beladen nach Hause, gab es doch die freie Auswahl aus 4000 Büchern. Über eine andere Errungenschaft freute sich Kira Knips (10), die ab sofort in ihrem E-Book schmöckern kann, das sie bei der Verlosung gewonnen hatte.

Anja Grevener zog nach ihrer Lesung über die „Hexen von Balve“ aus den Losnummern von 120 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen die Nr. 29 – die Glückszahl von Kira. Die Schülerin freute sich riesig über ihren Gewinn, kann sie doch jetzt ihre Lieblingsbücher immer und überall im handlichen Format lesen.

Für die Gewinnerin gab es viel Beifall – ebenso viel Applaus erhielt Anja Grevener, die das Publikum im Sachbuchraum mit ihrem Vortrag über Hexen in Balve und einer Exklusivpremiere aus ihrem im Sommer erscheinenden Roman „Sündenbock“ faszinierte. Eingestimmt wurde dafür auf dem Vorplatz der Bücherei mit einem Feuerschlucker. „150 Seiten sind fertig“, verriet die Mendenerin, die Mitglied der „Ritterschaft der Wolfskuhle“ ist, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Insgesamt soll das Buch 300 Seiten umfassen.“ Der Roman über „Anna aus dem Dreck“, die als Hexe beschuldigt wird, beruht auf Tatsachen, die mit dichterischer Freiheit erzählt werden.

Auch die „Möderischen Sauerländer“ waren wieder mit von der Partie im weiteren Verlauf der langen Bibliotheksnacht. Begonnen hatte die neunstündige Veranstaltung mit Impressionen des Malkreises Safran. Berta Pauli las spannende Geschichten für Kinder vor, im Oberschoss wurden Gartenstecker, Klingende Hühner, Herz-Nadelkissen und Blumenhaarspangen gebastelt, und im Jugendkino lief „Die Brücke nach Terabithia“. Organisiert hatte all dies Büchereileiterin Roswitha Schubert, unterstützt wurde sie von über 20 Helfern. Schubert freute sich über ein ständiges Kommen und Gehen, wollten doch viele die kostenlose Leseflatrate nutzen. „Pilcher oder Konsalik?“, war eine Frage beim Treppentrödel. Hier fiel die Auswahl schwer, lagen doch vom Keller bis zum Dach die Bücher dicht an dicht. Kinder- und Jugendbücher, Romane und Sachbücher suchten ein neues zu Hause. Viele Spender hatten den großen Buchbestand möglich gemacht, ihnen sprach Roswitha Schubert ein großes Lob aus. Es wurde im Treppenhaus gestöbert, quergelesen und verglichen. Schon heute geht es weiter mit Aktionen in der Öffentlichen Bücherei Balve, und zwar mit der Kleinkunstreihe für Kinder. „Oh wie schön ist Panama“, lautet das Stück, das um 15 Uhr hier gespielt wird.

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