Nachgeschaut: Das passiert mit den Spendengeldern aus Balve in Uganda

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Zurück aus Uganda: Elke Luig, Franz-Josef Schneider-Vermillion und Walburga Vermillion waren für gut zwei Wochen in dem afrikanischen Land.

Garbeck – Uganda war eine Reise wert – dies bestätigen Elke Luig, Walburga Vermillion und Franz-Josef Schneider-Vermillion.

Rund um Arua im Nordwesten des afrikanischen Landes waren sie vom 12. bis 29. Oktober als Mitglieder des Ugandakreises, der zur Kolpingsfamilie Garbeck gehört. 

2003 gegründet, machen sich etwa alle drei Jahren einige der zehn Mitglieder auf, um sich vor Ort über die von Garbeck aus finanziell unterstützten Projekte zu informieren. „Es lohnt sich, weiter zu investieren“, sagte Franz-Josef Schneider-Vermillion überzeugt. „Wir dürfen nicht nachlassen.“ 

Menschen werden sich selbst überlassen

Denn in dieser ärmsten Region Ugandas werden die Menschen sich selbst überlassen. Der Staat überlässt den Aufbau der Schulen privaten Initiativen, investiert wenig in die Infrastruktur. Diese Erfahrungen machte das Trio, das aber auch über Positives berichten kann. Elke Luig: „Die Gastfreundschaft ist überwältigend, die Lebensfreude und die Gelassenheit. Davon können wir noch viel lernen.“ 

Und dann sind da noch die Fortschritte bei den Projekten: Die Modernisierung der Krankenstation schreite voran, auch die Schulpatenschaften seien ein voller Erfolg. Über drei Priester sind 81 Mädchen und Jungen entsprechende Paten vermittelt worden, die einen Zuschuss zum Schulgeld leisten. „160 Euro kostet es jährlich, ein Kind die Schule besuchen zu lassen“, erzählte Elke Luig. Nach sieben Jahren Primarschule folgen weitere vier Jahre, um den mit der deutschen Mittleren Reife vergleichbaren Schulabschluss erlangen zu können. 

Alles aus eigener Tasche bezahlt

Es gibt viel zu berichten aus diesem fernen Land, das mehr als achteinhalb Flugstunden weit weg ist. Ab Frankfurt bis Brüssel und danach bis Entebbe, der ehemaligen Hauptstadt Ugandas, wurde geflogen. Um sich in Uganda selbst fortzubewegen, mietete das Trio ein Auto. Übernachtet wurde in Hotels sowie in einem Pfarrhaus. „Das haben wir alles aus unserer Tasche bezahlt“, betonen sie. 

Mitgenommen aus Deutschland haben die Garbecker drei Koffer voller Geschenke. Walburga Vermillion: „Fußbälle und Spielzeug, aber auch Medikamente für die Krankenstation.“ Diese wurden von heimischen Apotheken und Ärzten gespendet. 

Bildervortrag am 24. November

Sie haben aber auch viel mitgebracht, wie Elke Luig ausführt: „Eindrücke in einem Land mit viel Natur, aber auch Souvenirs wie Pfeil und Bogen oder Schaufeln.“ In diese können in der Küche Mehl und Bohnen gefüllt werden. 

Außerdem wurden fast unzählige Fotos gemacht, von denen es aus aktuellem Anlass bis zu 100 auszusortieren gilt. Denn am Sonntag, 24. November, soll im Garbecker Jugendheim ab 15.30 Uhr bei fair gehandeltem Kaffee und Kuchen über diese Reise berichtet werden. 

Interessierte sind zu diesem Vortrag eingeladen. Ganz besonders aber die mehr als 200 Unterstützer, die mit großen und kleineren Spenden ihre Beiträge leisten. „Mit diesem Reisebericht wollen wir Gemeinde auf dem Laufenden halten“, so Elke Luig.

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