Neuwahlen und ein Comeback

Nach Querelen jetzt Erleichterung beim Schäferhundeverein

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Der neue Vorstand der Balver Ortsgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde: Mathias Kloos, Bernadette Brockhaus, Rosemarie Günzel, Torsten Schmädicke, Willi Salzmann, Melanie Maier (von links).

Balve - „Heute wird die Grundsatzentscheidung für die Zukunft unseres Vereins getroffen: Sprechen die Mitglieder dem Vorstand das Vertrauen aus oder nicht?“, fasste am Samstag der Vorsitzender des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Balve, Mathias Kloos, zu Beginn der außerordentlichen Mitgliederversammlung deren Ziel zusammen.

18 Mitglieder nahmen teil, um über die Abberufung des 2. Vorsitzenden Julian Schmidt und der Ausbildungswartin Claudia Funke zu entscheiden. Erleichtert wurde diese Entscheidung dadurch, dass Julian Schmidt, der seit Januar 2020 im Amt war, wenige Stunden zuvor schriftlich seinen Rücktritt erklärt hatte.

Claudia Funke, 2019 zunächst als kommissarische, danach als gewählte Ausbildungswartin tätig, wollte sich anfangs noch zu Wort melden, bekam allerdings kein Rederecht. „Wir wollen nicht wieder von vorne anfangen“, sagte dazu Schriftführerin Rosemarie Günzel, die darauf hinwies, dass keine gesetzliche Grundlage für die gewünschten Äußerungen vorliege.

Daraufhin verließ die Ausbildungswartin die Versammlung – sie wurde in geheimer Wahl mit 16 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen abberufen.

Es wurde damit ein Schlussstrich unter die vergangenen sechs Monate gezogen, in denen sowohl Schmidt als auch Funke vom Vorsitzenden jeweils „Untätigkeit im Amt“ vorgeworfen wurde: „Sie haben ihre Verpflichtungen nicht erfüllt.“ Die Arbeit sei unerledigt liegen geblieben beziehungsweise von Rosemarie Günzel mitgemacht worden. Es kam viel zusammen in diesem Jahr, so viel, dass die „Nerven blank liegen“.

Denn über die Missstimmungen im Vorstand hinaus hätten Mitglieder dem geschäftsführenden Vorstand mit Anwalt und Amtsregister wegen eines Misstrauensantrags viel Ärger gemacht. Dieser Vorwurf sei, so Rosemarie Günzel, nicht haltbar, denn die damit im Zusammenhang stehende stehende Kassenführung sei stets einwandfrei gewesen. „Der Verein wird ordentlich geführt.“

Es gelte nun, diese „unhaltbare Situation mit unfairem Verhalten und Unverschämtheiten“ zu beenden.Der Antrag einiger Mitglieder auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung sei rechtlich unwirksam gewesen.

Stattdessen habe der Vorstand nun die Initiative ergriffen, damit „endlich wieder Ruhe einkehren“ werde. Und: „Die Trainer müssen wieder hinter dem Ausbildungswart stehen.“ Vier legten ihre Tätigkeit wegen der Auseinandersetzungen nieder, aktuell gibt es noch neun Trainer.

Die Qualifikation für einen Ausbildungswart haben in der Ortsgruppe Balve nur Rosemarie Günzel und Melanie Maier inne. Während Rosemarie Günzel auf eine Wahl verzichtete, stellte sich Melanie Maier der Kandidatur. Dafür bekam sie 100 Prozent der Stimmen.

Auf die Meinungen der Mitglieder setzte der Vorstand bei der Besetzung der Position des 2. Vorsitzenden. Letztlich war es das Comeback von Willi Salzmann. Dieser war bereits drei Jahre bis zum Januar 2020 in diesem Amt tätig. Er setzte sich mit neun Stimmen gegen seine Mitbewerber Matthias Pazur (sechs Stimmen) und Sabine Wassmuth (drei Stimmen) durch.

Sichtlich erleichtert war der Vorsitzende Mathias Kloss nach dem Verlauf dieser Sitzung: „Ich freue mich, mit den neuen Leuten zusammenzuarbeiten.“ Rosemarie Günzel: „Vielen Dank für Euer Vertrauen. Es ist schön zu sehen, dass Intrigenspiele nicht auf fruchtbaren Boden fallen.“ Im Gespräch mit der Redaktion sah Mathias Kloos die Zukunft des Vereins jetzt erfolgsversprechend.

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