In Übersee am Chiemsee

Nach nur neun Monaten: Bauerdick tritt als Bürgermeister zurück

Eberhard Bauerdick war nur neun Monate Bürgermeister in Übersee.
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Eberhard Bauerdick war nur neun Monate Bürgermeister in Übersee.

Das war nur eine sehr kurze Amtszeit: Nach gerade einmal neun Monaten trat der gebürtige Volkringhausener Eberhard Bauerdick (56) als Bürgermeister der bayerischen Gemeinde Übersee am Chiemsee Ende Januar aus persönlichen Gründen zurück.

„Dazu habe ich mich aus privaten und familiären Gründen entschieden“, erzählte der 56-Jährige auf Anfrage der Redaktion. Vor einem Jahr trat er als Kandidat der Wählergruppe „Gemeinsam für Übersee“ in der 5000 Einwohner zählenden Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein als Bürgermeisterkandidat an. Im März setzte sich Bauerdick gegen den CSU-Kandidaten Marc Nitschke durch.

Ab dem 1. Mai begann die Amtszeit von Eberhard Bauerdick als Bürgermeister von Übersee. Überschattet wurde diese von einem Unfall nur drei Wochen nach seinem Amtsantritt, wie dortige Medien wie das Traunsteiner Tagblatt und das Oberbayerische Volksblatt berichteten. Bauerdick war über die Türschwelle seines Büros im Rathaus gestolpert und musste danach im Klinikum Traunstein wegen eines Schädel-Hirn-Traumas behandelt werden. Nach sieben Wochen konnte Bauerdick seine Arbeit als Bürgermeister wieder aufnehmen.

Zurück im alten Job

„Nein, der Unfall war nicht der Grund für meinen Rücktritt“, so Bauerdick auf Anfrage. „Ich bin wieder gesund und arbeite in meinem vorherigen Beruf als Bauingenieur beim Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband.“ Vielmehr sei es für ihn wichtig gewesen, Verantwortung für seine Familie und Gesundheit zu übernehmen; das Amt des Bürgermeisters habe dabei nicht mehr in seine Lebensplanung gepasst.

Politische Karriere begann in Balve

Die politische Karriere von Eberhard Bauerdick (56) begann in der Jungen Union in Balve, später engagierte er sich in der dortigen CDU. 1995 verlegte er seinen Lebensmittelpunkt von Volkringhausen nach Übersee am Chiemsee. Dort lebt der verheiratete Familienvater mit zwei Kindern in der 5000 Einwohner zählenden Gemeinde und arbeitet mittlerweile wieder in seinem alten Job als Bauingenieur beim Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband. In seiner Wahlheimat war er viele Jahre in der CSU aktiv, entschied sich aber 2019 dazu, mit einigen Gemeinderäten die Wählergruppe „Gemeinsam für Übersee – GfÜ“ zu gründen. 2020 trat er bei der Kommunalwahl gleich als Bürgermeisterkandidat für die GfÜ an – und gewann.

„Herr Bauerdick hat sein Rücktrittsgesuch bei der Gemeinde Übersee am 3. Dezember eingereicht“, bestätigte die Pressestelle des Landratsamtes Traunstein im Gespräch mit der Süderländer-Redaktion. „Er ist mit Ablauf des 31. Januars 2021 aus seinem Amt ausgeschieden. Der neue Bürgermeister wird am 18. April gewählt.“ Die Amtsgeschäfte führt derweil die zweite Bürgermeisterin Margarethe Winnichner (Grüne).

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