Nach neunmonatiger Verzögerung: Endlich schnelles Internet für Balve

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Einblick in ein Multifunktionsgehäuse: innogy-Projektleiter Uwe Stoppelkamp (links) und Bürgermeister Hubertus Mühling.

Balve - Den Startschuss für schnelles Internet in Balve durch eine Verbesserung der Breitband-Infrastruktur gab das Energieunternehmen innogy im Januar 2018 in der voll besetzten Aula der Realschule, am Dienstag wurde das Ziel nun erreicht.

Bürgermeister Hubertus Mühling nahm mit Johannes Kobeloer, innogy-Kommunalbetreuer, Projektleiter Uwe Stoppelkamp, Vertriebler Roger Wagener und dem IT-Experten Hans Jacksties das Netz symbolisch am Verteilerkasten „Am Thing“ in Betrieb. 

„Ja, wir sind hinter dem Zeitplan zurückgeblieben“, gab Stoppelkamp zu. Das ambitionierte Ziel, bereits Ende Juli vergangenen Jahres ein neues Glasfasernetz mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde anbieten zu können, wurde letztlich um neun Monate verfehlt. Als Gründe dafür nannte Stoppelkamp Schlechtwetterphasen, aber auch behördliche Anweisungen sowie die Verzögerung beim Lückenschluss des Kabelnetzes von Beckum bis zum Hohlen Stein in Balve durch schleppend verlaufende Tiefbauarbeiten wegen der Bodenbeschaffenheit und der Umplanungen aufgrund des Kreisverkehrs. 

Balve an Datenautobahn angeschlossen

„Am Ende des Tages ist es durch das privatwirtschaftliche Engagement von innogy aber doch gelungen, Balve an die Datenautobahn anzuschließen“, fand Bürgermeister Mühling am Dienstag dennoch nur lobende Worte. 

Insgesamt 33 sogenannte Multifunktionsgehäuse sind in den vergangenen 16 Monaten im Stadtgebiet aufgestellt und 28 Kilometer Leerrohre verlegt worden, in die Glasfaserkabel eingelassen wurden. Etwa 2875 Adressen und damit rund 4000 Wohneinheiten im Stadtgebiet, aber auch in den Ortschaften, können das schnelle Internet ab sofort nutzen. 

Haushalte werden angeschrieben

In Kürze sollen alle im Versorgungsgebiet liegenden Haushalte angeschrieben und über die Verfügbarkeit des Netzes vor Ort informiert werden. Weiter gedulden müssen sich die Langenholthausener, in deren Dorf der Breitbandausbau erst Ende Mai abgeschlossen sein soll. Geduld brauchen auch die Anlieger der Gehringer Schlade und Amtsschlade in Balve-Süd, wo laut Stoppelkamp noch Abstimmungen mit der Telekom und der Bundesnetzagentur zum Abschluss gebracht werden müssen. Eine Prognose, wann hier das schnelle Netz zur Verfügung steht, wollte Stoppelkamp nicht abgeben

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