Schießanlage am Krumpaul

Nach Modernisierung: Olympischer Standard in Balve

Komplett modernisiert wurde die Schießanlage der Balver Schützen im Keller des Realschulgebäudes. Vorsitzender Dieter Neuhaus zeigt die neuen Auflagen für die Waffen und die Monitore, auf denen die Ringzahl nun unmittelbar nachdem der Schuss abgegeben wurde, angezeigt wird.
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Komplett modernisiert wurde die Schießanlage der Balver Schützen im Keller des Realschulgebäudes. Vorsitzender Dieter Neuhaus zeigt die neuen Auflagen für die Waffen und die Monitore, auf denen die Ringzahl nun unmittelbar nachdem der Schuss abgegeben wurde, angezeigt wird.

„Jetzt entspricht unsere Schießanlage den Standards, die Sportler auch am Landesleistungszentrum in Dortmund und am Olympia-Stützpunkt in München vorfinden“, sagt Dieter Neuhaus, Vorsitzender der Schießsportgruppe der Balver St.-Sebastian-Schützenbruderschaft.

Um dies zu schaffen, war der Schießstand im Keller des Realschulgebäudes am Krumpaul im Zeitraum Ende Juni bis Ende September eine große Baustelle.

„Es blieb kein Stein auf dem anderen“, sagt Neuhaus. Denn nachdem der Schießstand zuletzt im Jahr 2012 modernisiert worden war, nutzten die Schützen die Monate, in denen coronabedingt ohnehin kein Wettkampf und und auch kein Training stattfand, für umfangreiche Arbeiten. So machte sich eine achtköpfige Gruppe unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Norbert Jonen als Bauleiter daran, zunächst einen Eigenanteil zu leisten, mit dem den Handwerkern der Weg für ihre Arbeiten geebnet wurde.

400 Meter Kabel neu verlegt

„Die Koordination der einzelnen Gewerke war die größte Herausforderung“, sagt Jonen dazu. 400 Meter Kabel wurden neu verlegt, LED-Leuchten installiert. Außerdem erfolgte die Erneuerung des Fußbodens, die Dämmung der Decke und die komplette Erneuerung des Schießbereichs mit zehn Gewehrauflagen und Monitortechnik. So wird das Schießergebnis nun unmittelbar nachdem der Schuss abgegeben wurde bereits angezeigt.

„Bisher mussten die Waffen auf einer Küchenarbeitsplatte in Buche rustikal aufgelegt werden, jetzt haben wir eine ganz neue Auflage“, nennt Dieter Neuhaus nur ein Umbaudetail. „Wir haben jetzt einen tollen und modernen Stand, der sich sehenlassen kann – und der allen Richtlinien des Deutschen Schützenbundes entspricht.“ Zu diesen gehört auch eine spezielle Eingangstür, die ebenfalls neu eingebaut wurde.

Das Land übernimmt einen Großteil der Kosten

41 000 Euro investierten die Schützen insgesamt in Umbau und Modernisierung. Möglich wurde dies, weil das Land NRW die Maßnahme mit rund 37 500 aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2020“ bezuschusst. Die verbleibenden 3500 Euro sind der Eigenanteil der Schützen.

Sparkassenbereichsleiter Sebastian Richter (rechts) übergab den symbolischen Spendenscheck über 1000 Euro an (von links) Nobert Jonen, Thomas Scholz und Dieter Neuhaus.

Die Balver Schießsportler planen aber noch weitere Projekte. So den Kauf weiterer Lichtschießanlagen, mit denen Kindern gefahrlos der Schießsport nahegebracht werden soll. Eine solche Anlage wurde bereits angeschafft, vier weitere sollen bis 2022 folgen. Bei all dem wissen die Sportschützen die Schützenbruderschaft als einen verlässlichen Partner an ihrer Seite. „Wir sind stolz auf unsere Schießsportgruppe“, sagt Thomas Scholz, Geschäftsführer der Bruderschaft.

Nach Spende: Neue Schießkleidung wird angeschafft

Erste Schießübungen auf dem modernisierten Stand wurden bereits vom Ehrenvorsitzenden Herbert Matzke absolviert – ein Schütze, der wegen seiner zahlreichen Erfolge bei den Kindern und Jugendlichen ein Vorbild ist. „Herbert war begeistert von unserer neuen Anlage“, sagt Dieter Neuhaus. „Auch hier hat er wieder voll ins Schwarze getroffen.“

Passend zum aufgehübschten Stand soll nun auch neue Schießkleidung (Jacke, Hose und Schuhe) angeschafft werden. Die Schießsportler freuten sich deshalb über den Besuch von Balves Sparkassenleiter Sebastian Richter, der im Auftrag des Geldinstitutes einen symbolischen Scheck in Höhe von 1000 Euro überreichte. „Drei Garnituren werden uns mit dieser Summe ermöglicht“, so Dieter Neuhaus.

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