Nach Kritik: Wechsel an der Spitze des Balver Fachhandels

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Das neue Vorstandsteam um den Vorsitzenden Daniel Pütz (Zweiter von rechts).

Balve - Neue Gesichter  im Vorstand des Balver Fachhandels: Der Vorsitzende Rolf Biggemann und weitere Vorstandsmitglieder haben sich zurückgezogen. Es hatte Kritik am Vorstand gegeben.

Der Balver Fachhandel hat im Vorstand einen Generationenwechsel vollzogen. Während der Jahreshauptversammlung löste Daniel Pütz den Vorsitzenden Rolf Biggemann ab. Dieser stand eigentlich erst 2020 wieder zur Wahl, Biggemann erklärte aber: „Ich habe mich entschlossen, mein Amt zur Verfügung zu stellen.“ 

Biggemann: "Will Arbeit nicht ausbremsen"

Grund dafür seien die Diskussionen und die Kritik am Vorstand während der Herbstversammlung gewesen. 28 Jahre habe er sich mit Herzblut eingebracht, sagte Biggemann, jetzt sei es an der Zeit, die Jugend nachrücken zu lassen, die frische Ideen einbringen soll: „Ich will die Arbeit nicht ausbremsen, sondern vielmehr unterstützen und fördern, indem ich mich zurückziehe.“ Obwohl nicht auf der Tagesordnung, sei der Rücktritt und die damit verbundene Neuwahl „ein guter, überlegter Schritt“, so Biggemann, der dem Fachhandel „neue Impulse mit einer neuen Führung“ wünschte. 

Drei weitere Mitglieder ziehen sich zurück

Denn mit Biggemann stellten auch die langjährigen Vorstandsmitglieder Elisabeth Tillmann (27 Jahre), Andreas Terbrüggen (sechs Jahre) und Markus Müller (17 Jahre) ihre Ämter als Beisitzer zur Verfügung. Für sie übernehmen Julian Zimmermann, Ina Pape, Alexander Jedowski und Sebastian Richter. Ebenfalls gewählt wurden Rainer Tillmann, der vom Beisitzer zum stellvertretenden Vorsitzenden aufrückt, Dirk Hugenpoth als Kassenwart und Franziska Bathe als Schriftführerin. Rolf Biggemann wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 

„Es geht weiter“, freute sich der neue Vorsitzende Pütz, dass alle Positionen wieder besetzt werden konnten. Das neue Team des Fachhandels hat sich für das laufende Jahr konkrete Ziele gesteckt. So soll der Weihnachtsmarkt weiterhin stattfinden, auch die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt bleibt. „Die Nutzung des IBS-Parkplatzes soll für Kunden weiterhin kostenfrei bleiben. Zudem soll ein engerer Austausch mit Stadtmarketing, Verkehrsverein und der Stadt erfolgen“, nannte Pütz weitere Ziele. 

Mitgliederversammlungen soll es künftig nur noch einmal jährlich geben, statt der Herbstversammlung werde es Stammtische geben, bei denen sich die Mitglieder austauschen könnten. „Über Teambuilding wollen wir zudem das Miteinander wieder stärken“, sagte Pütz nach den Querelen der jüngeren Vergangenheit. 

Verkaufsoffener Sonntag bleibt Thema

Noch nicht vom Tisch ist das Thema verkaufsoffener Sonntag im Rahmen des Weihnachtsmarkt-Wochenendes. Nachdemdieser 2018 lange auf der Kippe gestanden hatte, weil die Gewerkschaft Verdi mit einer Klage drohte, war der Vorstand der Meinung, diesen nicht mehr zu organisieren. Gastronom Heinz Friedriszik machte jedoch den Vorschlag, sich am Beispiel der Neuenrader zu orientieren, die für sich einen Weg gefunden hätten, die Geschäfte bei besonderen Anlässen sonntags öffnen zu dürfen. Pütz nahm diese Anregung zur Kenntnis und versprach, den Austausch mit den Ordnungsämtern in Balve und Neuenrade zu suchen.

Die politischen Gremien in Neuenrade hatten im Dezember eine neue Verordnung verabschiedet, nachdem Verdi angekündigt hatte, einer Sonntagsöffnung der Geschäfte beim Gertrüdchen-Volksfest im März nicht mehr zustimmen zu wollen. Ob die Gewerkschaft die neue Verordnung nun akzeptiert, ist allerdings offen.

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