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Nach Kontrolle: Motorradfahrer muss Führerschein abgeben

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Von: Markus Wilczek

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Die Polizei kontrollierte am Sonntag schwerpunktmäßig Motoradfahrer.
Die Polizei kontrollierte am Sonntag schwerpunktmäßig Motoradfahrer. © Julius Kolossa

Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde MK führte am Sonntagnachmittag im Stadtgebiet technische Kontrollen, schwerpunktmäßig von Motorrädern, sowie Geschwindigkeitsmessungen durch. Besonders fiel den Beamten dabei aber kein Motorrad, sondern ein Kleinlaster auf – und das nicht nur, weil das Fahrzeug zu schnell war.

In Langenholthausen wurden 1465 Fahrzeuge, davon 85 Motorräder überprüft. 216 Fahrzeugführer fuhren zu schnell, darunter waren elf Biker Motorradfahrer. In 183 Fällen (davon neun Motorräder) müssen die Fahrzeugführer jeweils ein Verwarngeld zahlen. Weitere 31 Auto- und zwei Motorradfahrer waren deutlich schneller als die an der Kontrollstelle zugelassenen 50 km/h und müssen mit einer Anzeige rechnen. Geschwindigkeitsspitzenreiter war ein Biker aus Soest, der mit Tempo 86 geblitzt wurde. Den Raser erwartet eine Geldstrafe in Höhe von 260 Euro, zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei und ein einmonatiges Fahrverbot.

Auf der K11 in Leveringhausen waren von 292 überprüften Fahrzeugen (darunter 68 Motorräder) 80 zu schnell. Neben 59 Verstößen, welche mit jeweils einem Verwarnungsgeld geahndet werden (davon vier Motorräder), erhalten 21 Fahrzeugführer (davon fünf Biker) eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Im Tempo-30-Bereich schaffte ein Autofahrer aus dem Kreisgebiet mit 58 km/h das höchste Messergebnis.

Kleintransporter mit Aluminium auf der Ladefläche

Ein Kleintransporter mit Hagener Zulassung, der ebenfalls zu schnell unterwegs gewesen war, geriet verstärkt ins Visier der Polizisten. „Denn auf der Ladefläche befanden sich in zahlreichen Großeinkaufstaschen Verdacht erregende Aluminiumabschnitte, für welche der Fahrer keine plausible Erklärung abgeben konnte“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. In einer weiteren Tasche wurde Werkzeug gefunden, welches laut Polizei „in nicht seltenen Fällen zur Durchführung von Einbruchdiebstählen benutzt wird“. Den Fahrer und seine Begleitung brachten die Beamten zwecks Identitätsfeststellung zur Polizeiwache. Hier stellte sich heraus, dass der Fahrer zunächst falsche Personalangaben getätigt hatte und nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Deshalb stellte die Polizei den Kleinlaster sicher. Wegen des entdeckten Aluminiums laufen weitere Ermittlungen. Nach Abklärung der Identitäten und des Wohnsitzes wurden beide Personen zunächst entlassen.

Keine Betriebserlaubnis

In Sanssouci im Bereich der B229/B515 führte die Polizei technische Kontrollen durch. Neben einigen verhängten Verwarngeldern war bei drei Motorrädern unter anderem wegen Veränderungen an den Abgasanlagen die Betriebserlaubnis erloschen. Ein Motorradfahrer war mit abgefahrenen Reifen. Auffällig war zudem ein Autofahrer, der einen verkehrsunsicheren Anhänger mitführte. Bei einem anderen Auto stellten die Beamten durch eine unzulässige Rad-/Reifenkombination ebenfalls das Erlöschen der Betriebserlaubnis fest. Alle diese Fälle wurden zur Anzeige gebracht.

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