Neue Erkenntnisse

Nach Kletterunfall in Steinbruch im MK: So ist der Stand der Dinge

Kräfte der Polizei, des Rettungsdienstes und der Feuerwehr waren am Samstagabend auf dem Steinbruchgelände im Einsatz, um den verletzten Kletterer zu bergen und medizinisch zu versorgen.
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Kräfte der Polizei, des Rettungsdienstes und der Feuerwehr waren am Samstagabend auf dem Steinbruchgelände im Einsatz, um den verletzten Kletterer zu bergen und medizinisch zu versorgen.

Nach dem Kletterunfall am Samstag im Beckumer Steinbruch schwebt der verunglückte 34-Jährige aus Völklingen nicht mehr in Lebensgefahr, wie Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski am Mittwoch auf Anfrage der Redaktion erklärt.

„Er liegt mit einer Schädelverletzung und Beckenverletzung im Krankenhaus“, so Boronowski.

Fast vier Stunden hatte die die Rettungsaktion im alten Steinbruch in Beckum gedauert, bei der mehr als 100 Rettungskräfte im Einsatz waren. Neben Balver Feuerwehrleuten und dem Rettungsdienst auch Höhenretter aus Dortmund. Ins Krankenhaus transportierte wurde der 34-Jährige schließlich mit einem nachtflugtauglichen Hubschrauber der Bundeswehr aus dem Fliegerhorst Nörvenich. Zuvor war der Kletterer umgeknickt, drei Meter in die Tiefe gestürzt und hatte sich dabei schwere Verletzungen zugezogen.

Zutritt zum Steinbruch ist eigentlich verboten

Generell ist der Zutritt zum Steinbruch, den das Unternehmen Lhoist gepachtet hat, verboten. Warum der Mann aus Völklingen bei Saarbrücken dort dennoch kletterte, erklärt auf Anfrage Unternehmenssprecher Christian Zöller: „Es gibt Ausnahmegenehmigungen über die Interessengemeinschaft Klettern, die eine Genehmigung an diesen Kletterer und seinen Begleiter erteilt hatte.“ Dass der 34-Jährige sich mit seinem Begleiter somit rechtmäßig auf dem Gelände aufhielt, bestätigt auch die Polizei. „Beide Personen waren berechtigt, mit einem Schlüssel das Gelände zu betreten“, sagt Dietmar Boronowski.

Kletterunfall im Steinbruch Balve: Mann schwer verletzt - Großeinsatz mit Höhenrettung und Bundeswehr

Kletterunfall im Steinbruch Balve: Mann schwer verletzt - Großeinsatz mit Höhenrettung und Bundeswehr
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Kletterunfall im Steinbruch Balve: Mann schwer verletzt - Großeinsatz mit Höhenrettung und Bundeswehr
Kletterunfall im Steinbruch Balve: Mann schwer verletzt - Großeinsatz mit Höhenrettung und Bundeswehr

Nach dem Absturz in der Felswand ging der Notruf um 18.46 Uhr bei der Feuerwehr ein. Der Versuch, den Verunfallten mit dem Hubschrauber aus der schwer zugänglichen Lage zu bergen, wurde gegen 21 Uhr abgebrochen. Gegen 23 Uhr waren dann die Höhenretter mit Trage und Seilen erfolgreich. Mit dem Helikopter wurde der Verunfallte anschließend nach Gelsenkirchen in ein Krankenhaus geflogen.

Einsatz wird nicht in Rechnung gestellt

„Kosten vonseiten der Polizei kommen nicht auf den Mann zu“, so Pressesprecher Boronowski. „Wie jeden anderen Unfall haben wir auch diesen nur aufgenommen.“ Ähnlich sieht dies auch der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr in Balve, Frank Busche: „Es war ein Unglücksfall, für einen solchen Einsatz werden wir niemals eine Rechnung ausstellen.“ Die Höhenretter und der Hubschrauber seien als Unterstützung zur Amtshilfe von der Balver Wehr angefordert worden. Auch hierfür würden keine Kosten anfallen. Allerdings könnten die Krankenkasse und die Versicherung des verunglückten Kletterers eventuelle Ansprüche geltend machen, erklärte Busche abschließend

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