Nach fünf Jahren hat Florian Gurski es geschafft

Lebensgefährtin Jessica Bitterschulte und Sohn Yannick gehörten zu den ersten Gratulanten. ▪

EISBORN ▪ Nach gut einer knappen halben Stunde knickte am Montag der Vogel ein: Erst legte er einen Flügel an, dann den anderen. Schließlich kippte er ganz auf die Seite. Als er – gerade einmal 40 Minuten nach dem Beginn des Vogelschießens auf dem Schützenplatz an der Asbecker Straße – letztlich fiel, blieb die Krone als übrig gebliebene Insignie hängen. Extra ausgeschossen wurde sie aber nicht mehr. Denn mit dem 24-jährigen Florian Gurski stand der neue König der St. Antonius-Schützenbruderschaft Eisborn bereits fest.

Schon seit fünf Jahren hatte der neue Regent davon geträumt, das hölzerne Federvieh zu Fall zu bringen. „Der Vogel ist wie ein Magnet“, beschrieb der glückliche König die Anziehungskraft, die ihn antrieb.

Zu seiner König wählte er seine Verlobte Jessica Bitterschulte. Nach den ersten Glückwünschen griff die 22-Jährige hektisch zu ihrem Handy. Jetzt musste sie plötzlich ein Kleid organisieren. „Plätzchen“, wie Gurski mit Spitznamen genannt wird, erklärte denn auch die Planung für die nächsten Stunden: „Jetzt werden wir erst einmal die Kleider holen und dann ist nur noch Stimmung.“

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Schützenfest in Eisborn

Der gelernte Bäcker und Konditor arbeitet heute als Berufskraftfahrer. „Ich bin aber jeden Abend wieder zuhause“, freute sich der junge Vater. Sein dreijähriger Sohn Yannick gehörte zu den Ersten, die dem Papa zur Regentschaft gratulierten. Als Mitglied des Trommlerkorps Eisborn ist Florian Gurski im Ort bekannt.

Auf dem Rücken seines Trommlerkorps-Shirts steht „Plätzchen“. Vorne auf der Brust zeugt die Königskette von seinem Minuten zuvor errungenen Triumph, den er sich im Zweikampf mit seinem Konkurrenten Patrick Hoth sicherte.

Um 10.15 Uhr gab dessen Vater Achim Hoth, scheidender König der St. Antonius-Schützenbruderschaft, den ersten Schuss auf den Vogel ab. Mit dem 21. Schuss holte Thomas Müthing den Apfel herunter. Der ehemalige Oberst Andreas Winiarski errang zielsicher im 43. Schuss das Zepter. Der neue König stand mit dem 127. Schuss um 10.55 Uhr fest. „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl“, beschrieb Gurski, was in den ersten Augenblicken danach in ihm vorging. ▪ kol

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