Mit automatischer Beleuchtung

Nach fünf Jahren endlich 510 gänzlich autofreie Meter

Für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen geeignet: Zusammen mit dem Radwege-Planer Volker Finger und zwei Radfahrern unterzog Bürgermeister Mühling (Zweiter von links) den neuen Weg am Freitagmorgen einem Test.
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Für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen geeignet: Zusammen mit dem Radwege-Planer Volker Finger und zwei Radfahrern unterzog Bürgermeister Mühling (Zweiter von links) den neuen Weg am Freitagmorgen einem Test.

Der Bürgermeister sprach von 510 „wichtigen Metern“, für die es aber fünf Jahre gebraucht habe, bis sie tatsächlich nutzbaren waren.

Balve ‒ „Ein wichtiges Teilstück für Balve wird heute freigegeben“, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling am Freitag bei der offiziellen Eröffnung des Radwegs an den Hönnewiesen. „Es sind wichtige 510 Meter gebaut worden.“Entlang der Hönne verläuft der von Radfahrern und Fußgängern nutzbare neue Weg bis hin zum Hohlen Stein. Dort findet er Anschluss an die schon vorhandenen Wege zur Höhle und zur SGV-Hütte.

Zusammen mit dem für Südwestfalen zuständigen Radwege-Beauftragten von Straßen.NRW, Thomas Schablack, räumte Bürgermeister Mühling am Freitagmorgen die Baustellenabsperrung weg – damit war dieser seit Mitte Mai gebaute Weg für die Nutzung freigegeben.

Automatische Beleuchtung

Fünf Jahre dauerte es laut Mühling von der Idee über die Planungen und Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern, bis dieser Rad- und Fußweg schließlich gebaut werden konnte. Neu daran ist, dass die 13 Leuchten bewegungsgesteuert werden, also erst ihre volle Leuchtkraft entfalten, wenn sich in der Dunkelheit ein Spaziergänger oder Radfahrer nähert. Möglich machte dies der Stromnetzbetreiber Westnetz, der in Balve ein Pilotprojekt umsetzt.

Radfahrer äußern sich begeistert

„Dieser Weg animiert hoffentlich die Balver, ihn zahlreich zu nutzen“, hoffte Adalbert Allhoff-Cramer. Er war einer der ersten Nutzer, die mit dem Rad an dieser Eröffnung teilnahmen. „Ich fahre möglichst viel mit dem Fahrrad für kleinere und größere Besorgungen, und finde: Dieser Weg ist von seiner Lage und seiner Gestaltung genau das Richtige für Balve.“

Dem stimmt Detlef Apprecht aus Langenholthausen zu. Er hatte seine Tages-Tour mit einem Abstecher zum Nierenhof verbunden, wo der kleine Festakt zur Eröffnung des Radwegs stattfand. „Solche Wege brauchen wir“, meinte Apprecht. „Damit werden Unfälle mit Radfahrern auf der Bundesstraße reduziert.“ Der asphaltierten Oberfläche bescheinigte der passionierte Biker, der etwa 5000 Kilometer im Jahr zurücklegt, gute Befahrbarkeit: Breit genug zum Ausweichen sei der Weg auch, gelungen sei der Rastplatz an der Brücke mit Bank, Mammut-Fahrradständern und einer Reparaturstation. „Diesem Weg kann ich nur Gutes abgewinnen – der ist top“, bilanzierte Apprecht.

Sorge um Scherben und Müll

Sorge bereitet ihm der Umgang mancher Zeitgenossen mit Müll und vor allem Scherben. „Besonders in der Höhe des Netto-Marktes liegen immer viele Glasscherben“, hat Apprecht festgestellt. Damit alle lange etwas von diesem Radweg haben, solle dieser entsprechend gepflegt werden.

So sieht es auch Adalbert Allhoff-Cramer; der denkt aber schon an den nächsten Sommer und die erneute Ausbreitung der Herkulesstaude. „Diese sollte sich nicht in Höhe des Radwegs ausbreiten“, mahnte er.

Beschilderung fehlt noch

Die Teilnehmer dieser Eröffnung, darunter Vertreter der drei Eigentümer-Familien Neuhaus, Betten und Allhoff-Cramer, die mit dem Verkauf ihrer Grundstücksflächen diesen Bau ermöglichten, aber auch Vertreter des Ruhrverbands, des Bauunternehmens Knoche und des Landesbetriebs Straßen.NRW ließen es sich nicht nehmen, den Weg abzugehen. Dabei fiel auf, dass die Beschilderung dieses Fuß- und Radweges noch angebracht werden muss.

Bürgermeister Mühling fasste zusammen: „Dieser Tag ist ein guter Tag für Balve, für die Mobilität und den Hönnetalradweg.“ Die Kosten für diesen Neubau des bundestraßenbegleitenden Radwegs in Höhe von 565.000 Euro trägt der Bund.

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