Nach "Friederike": Gefahrenbaum am Mühlenweg gefällt

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Nach Sturm „Friederike“ musste am Mühlenweg eine rund 25 Meter hohe Pappel entfernt werden.

Balve - Für mehr als vier Stunden war am Donnerstag der Mühlenweg voll gesperrt. Wegen der Fällung einer etwa 25 Meter hohen Pappel, die nach Sturm „Friederike“ auf die Straße und ein benachbartes Haus zu stürzen drohte, war diese Maßnahme erforderlich geworden.

Revierförster Richard Nikodem hatte in Absprache mit der Stadt Balve alles dafür in die Wege geleitet – und doch missachteten immer wieder Anwohner die Absperrungen, unbeeindruckt davon, dass währenddessen in 20 Metern Höhe gesägt wurde, die Späne und die Äste flogen. 

Richard Nikodem schüttelte nur noch resigniert den Kopf, sagte: „Absperrband und die Baken nützen nichts.“ Dass der abgesperrte Teil des Mühlenwegs ein Gefahrenbereich war, war nämlich trotzdem angeblich nicht jedem bewusst. „Sie begeben sich in Lebensgefahr“, redete er schließlich Klartext bei der nächsten Balverin. Diese ließ sich jedoch nicht beirren: „Ich muss hierher.“ 

Baumteile nicht zu kontrollieren 

Und so wurden die Absperrbaken noch enger zusammen geschoben, denn es ging nach etwa drei Stunden in die kritische Phase, als die Äste aus dem Hubsteiger heraus so weit abgesägt waren, dass der Stamm nach und nach gekürzt werden konnte. Und diese schweren Baumteile waren nicht zu kontrollieren, als sie zu Boden stürzten. 

„Etwa 60 Jahre alt ist die Pappel und bis zu 25 Meter hoch“, schätzte der Forstexperte, der mit weiteren vier Männern vor Ort im Einsatz war. Dieser als „Gefahrenbaum“ eingeschätzte Riese musste im Rahmen der Verkehrssicherung gefällt werden. Er hatte sich nach dem Sturm so weit geneigt, dass ein zügiges Handeln erforderlich war. 

Die mit etwa 1500 Euro geschätzten Kosten für den Hubsteiger und den Einsatz der Forstarbeiter sowie das Häckseln der Baumreste durch die Stadt trägt der Eigentümer, ein Mann aus Detmold.

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