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Nach fast 100 Jahren: Verkehrsverein Balve löst sich auf

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Von: Markus Wilczek

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Der Werbelifter des Verkehrsvereins an der Hönnetalstraße. Die Gewinnen gehen künftig an die Stiftung Hönnetal.
Der Werbelifter des Verkehrsvereins an der Hönnetalstraße. Die Gewinnen gehen künftig an die Stiftung Hönnetal. © Kolossa, Julius

Nach fast 100 Jahren Tourismusarbeit löst sich der Verkehrsverein Balve auf. Bei der Jahreshauptversammlung Mitte August konnte kein Vorstand mehr gebildet werden.

Das noch vorhandene Vereinsvermögen wird auf andere Vereine sowie Institutionen aufgeteilt und die Gewinne aus dem Werbelifter an der Hönnetalstraße gehen künftig an die Stiftung Hönnetal.

Über viele Jahre prägte der Verkehrsverein den Tourismus in Balve und entlastete die Stadtverwaltung mit überwiegend ehrenamtlicher Arbeit bei der Tourismusförderung und Vermarktung. Mittlerweile kümmert sich die Stadt um Tourismusförderung und Imagepflege in Eigenregie, hat dafür bekanntlich ein eigenes Büro um Chefin Anna Schulte an der Alten Gerichtsstraße eingerichtet. „Damit fehlen unserem Verein die Ressourcen für die Fortsetzung seiner Arbeit“, sagt Adalbert Allhoff-Cramer, Geschäftsführer des Verkehrsvereins.

Fusion kommt nicht zustande

Auch die vom Verkehrsverein angestrebte Fusion mit Werbegemeinschaft und Stadtmarketing zu einer Vermarktungsplattform für Balve kam nicht zustande. „Trotz intensiver Bemühungen des Verkehrsvereins“, wie Allhoff-Cramer sagt.

Mit der Liquidation des Vereins gehen die vorhandenen Barmittel in Höhe von rund 12 000 Euro nun zu je einem Drittel an die Festspiele Balver Höhle sowie an die Schützenbruderschaft St. Sebastian für Erhalt und Ausbau der historischen Ansicht der Balver Höhle. „Ein weiteres Drittel geht satzungskonform an mildtätige und kirchliche Einrichtungen in Balve, nämlich an Fairtrade, Bauverein St. Blasius und die evangelische Kirchengemeinde“, so Allhoff-Cramer.

Balver Biertradition könnte wieder aufleben

Die Gewinne aus dem Werbelifter des Verkehrsvereins an der Hönnetalstraße kommen künftig der Stiftung Hönnetal zugute. „Die Mittel der Stiftung fließen an gemeinnützige Projekte im Hönnetal“, sagt Allhoff-Cramer. Im Rahmen dieser Stiftung werden auch die Webseite „balverland.de“ und die Broschüre „Das Balver Land erleben“ weitergeführt, ebenso die Rechte an der Wortmarke „Balver Lüll“. „Eine Wiedergeburt der uralten Balver Biertradition ist somit möglich“, sagt Allhoff-Cramer.

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