„Hönnetal im Wandel“

Nach einem Jahr: Das ist aus der Wildblumenwiese am Kreuzkamp geworden

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Umgeben von Wildblumen: Sabine Biehs-Romann auf der Wiese am Kreuzkamp.

Balve - Vor einem Jahr hat der Verein „Hönnetal im Wandel“ aus einer 180 Quadratmeter großen Wiese am Kreuzkamp ein Wildblumenareal gemacht.

„Balve blüht & summt“, lautete damals das Motto. Nun blüht es tatsächlich überall. Scharfgarbe, Kornblume, Wilde Möhre, Margerite, Hornklee, Malve, Wilder Majoran, Klatschmohn und Leimkraut lassen sich blicken. „Wir haben die Natur machen lassen“, beschreibt Vereinsvorsitzende Sabine Biehs-Romann das einfache Konzept. 

Denn das Saatgut, zusammen gestellt vom Naturschutzbund (NABU) in Kooperation mit der Stiftung Märkisches Sauerland und dem Naturschutzzentrum Märkischer Kreis, ist eine „Wundertüte“. 90 Prozent Wildkräuter und zehn Prozent Gräser sind in den Mischungen enthalten. Die Kreuzkamp-Wiese wurde nach der ersten Saat in Ruhe gelassen, erst im Spätsommer mit der Sense gemäht. Danach durften die Pflanzen wieder ungestört wachsen. „Das hier ist der sich alljährlich wiederholende Kreislauf“, so Biehs-Romann. 

Stadt stellt Fläche zur Verfügung

Zur Verfügung gestellt wurde die Wiese, zuvor eine Ausgleichsfläche, von der Stadt, die mit Unterstützung des Vereins auch das Saatgut zur Verfügung stellte. 

„Es summt wieder mehr“, zog Anwohner Peter John nach einem Jahr zufrieden eine erste Bilanz. „Das ist gut, denn wir vermissen die Bienen in unserem Garten, besonders am Kirschbaum.“ John hofft, dass sich Bienen und andere Insekten zahlreich von den Wildblumen anlocken lassen. 

Verein hofft auf Nachahmer

Gerne sollten andere in ihrem Garten ebenfalls so agieren und ein Wildblumenareal schaffen, hofft Sabine Biehs-Romann auf Nachahmer. „Auch ein kleiner Teil oder nur ein Balkonkasten reichen schon aus“, will sie viele Balver ermuntern, ihrem Beispiel zu folgen. Saatgut gibt es im Garbecker Dorfladen für 2,50 Euro je Tüte. Der Inhalt reicht für fünf Quadratmeter. 

Aktiv sind bereits die Kindergärten und Grundschulen im Stadtgebiet, denen vor einem Jahr jeweils zehn Quadratmeter Schmetterlings- und Wildblumensamen gespendet wurden. Neu entstanden ist so unter anderem eine Wildblumenwiese in Wocklum, in deren Nähe das bei der Eröffnung der Museumssaison eingeweihte Mammut steht

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