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Nach Diebstahl: Marien-Statue in Steinbruch gefunden

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Von: Julius Kolossa

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Diese Marien-Statue wurde nach Juli 2021 nun erneut aus der Kapelle in Beckum geklaut.
Diese Marien-Statue wurde schwer beschädigt im Steinbruch in Wocklum gefunden. © Kolossa, Julius

Die Suche nach der aus der Marienkapelle in Beckum in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gestohlenen Marien-Statue war erfolgreich. Mitarbeiter des Wocklumer Steinbruchs fanden die Figur schwer beschädigt in der Förderanlage, mit der die Steine der Sandproduktion zugeführt werden.

Dabei ist es wohl einem großen Zufall zu verdanken, so Polizei-Pressesprecherin Wibke Honselmann auf Anfrage, dass die Statue gerettet werden konnte. „Sie sollte im Wocklumer Steinbruch vernichtet werden, doch der Korpus blockierte die Anlage“, so Honselmann.

Wie schon beim ersten Diebstahl im Vorjahr, ist die Statue erneut stark beschädigt worden. Bevor der oder die noch unbekannten Täter den Korpus in den Trichter für das Schüttgut warfen, wurden der Kopf, die Hände und Füße abgeschlagen. Dennoch verkeilte sich die Figur im unteren Bereich der Zuführung zum Förderband, sodass die Anlage blockierte. Daraufhin rückten Techniker des Steinbruchbetriebs an, um die Störung zu beseitigen. Dabei fanden sie die Statue im Trichter der Förderanlage, und informierten die Polizei über ihren Fund. Honselmann: „Ob Zusammenhänge mit den zurückliegenden Vandalismus-Fällen (37 zerstörte Wegekreuze und Grabkreuze von Juli bis Januar, Anm. d. Red.) bestehen, wird von uns geprüft. Zurzeit werden Spuren gesichert, sodass wir noch keine Ermittlungsergebnisse vorweisen können. Wir gehen momentan von einem unbekannten Täter aus.“

Die Marienkapelle in Beckum: Hier hat schon 2021 die Diebstahl- und Vandalismusserie angefangen.
Aus der Marienkapelle in Beckum wurde die Statue gestohlen. © Julius Kolossa

Erneut hohe Kosten für Kirchengemeinde

Für Markus Hablowetz, Verwaltungsleiter im Pastoralverbund Balve-Hönnetal, ist dieser Fall zur Hälfte abgeschlossen: „Die Polizei wurde informiert und der Schaden dokumentiert. Die Fahndung läuft weiter.“ Für die Kirchengemeinde St. Nikolaus, in deren Eigentum sich die Marienkapelle und damit auch die Marienstatue befindet, bedeute dies, „erneut hohe Kosten zu tragen, um die Mutter Gottes Figur wiederherzustellen“.

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