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Nach Diebstahl: Beschädigte Marienstatue wird wohl nicht repariert

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Von: Julius Kolossa

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Die Marienkapelle in Beckum: Hier hat schon 2021 die Diebstahl- und Vandalismusserie angefangen.
Aus der Marienkapelle in Beckum wurde die Statue geklaut. © Julius Kolossa

Es ist ein Art Mahnmal, was derzeit im Integrationszentrum in Beckum ausgestellt ist: die nach dem neuerlichen Diebstahl am Dienstag auf einem Förderband im benachbarten Wocklumer Steinbruch gefundene und schwer beschädigte Marienstatue lädt nicht mehr zur Andacht ein.

Die Hände der Holzstatue, die die Mutter Gottes mit dem Jesuskind darstellt, sind abgeschlagen, das Gesicht zertrümmert. Dem Jesuskind fehlen ebenfalls die Hände. Außerdem ist sein Kopf abgetrennt worden.

Christian König, geschäftsführender Vorsitzender der St.-Nikolaus-Gemeinde aus Beckum, sagte im Gespräch mit der Redaktion: „Alle, die die beschädigte Statue bis jetzt gesehen haben, sind erschrocken über den Zustand und fragen sich, warum jemand so was tut.“

Die schwerbeschädigte Marienstatue steht derzeit im Beckumer Integrationszentrum.
Die schwerbeschädigte Marienstatue steht derzeit im Beckumer Integrationszentrum. © Kolossa, Julius

Statue wird vorerst nicht repariert

Die Statue soll zunächst so wieder in der Marienkapelle aufgestellt und vorerst nicht repariert werden. „Denn bei dem Schadensbild muss alternativ über eine Neuanschaffung nachgedacht werden“, so König. Auf Nachfrage, ob eventuell eine Sonderaktion für die mögliche Neuanschaffung einer Marienstatue veranstaltet wird, sagte König, dass eine solche Aktion nicht vorgesehen sei: „Da gibt es wichtigere Sachen, für die Geld gesammelt werden müsste. Unsere Einstellung ist, dass gesammeltes Geld wieder bei den Menschen landen muss und nicht in tote Steine oder in Marienstatuen investiert werden sollte.“

Die Ermittlungen der Polizei in diesem Fall der Sachbeschädigung dauern an, Spuren werden gesichert, Mögliche Zusammenhänge zur zurückliegenden Vandalismus-Welle mit 37 Fällen von Juni bis Januar werden geprüft.

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