16,7 Hektar Land überprüft

Nach Bedenken gegen Neubauprojekt: Reserveflächen sollen umgewidmet werden

Bevor in Balve neue Häuser gebaut werden können, müssen zunächst nicht mehr benötigte Wohnbau-Reserveflächen aus dem Flächennutzungsplan verschwinden.
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Bevor in Balve neue Häuser gebaut werden können, müssen zunächst nicht mehr benötigte Wohnbau-Reserveflächen aus dem Flächennutzungsplan verschwinden.

Es gibt kein Bauland mehr – diese Feststellung war besonders im vergangenen Jahr immer wieder im Umweltausschuss und im Rat der Stadt Balve getroffen worden.

Jetzt stellt sich nach einer Untersuchung der Verwaltung heraus: Es gibt in der Kernstadt und den sechs Ortsteilen insgesamt 16,7 Hektar Land, für die in den vergangenen Jahren keinerlei Bauvoranfragen oder Baugenehmigungen vorlagen.

Die Flächen sollen daher, weil offensichtlich kein Interesse besteht diese zu bebauen, nicht mehr als Reserveflächen für Wohnbebauung im Flächennutzungsplan aufgeführt werden. Grund dafür sind Bedenken der Bezirksregierung Arnsberg zum Bebauungsplan „Gehringer Schlade“.

Bezirksregierung hatte Bedenken angemeldet

Die Bezirksregierung hatte erklärt, dass sowohl die „Gehringer Schlade“ als auch andere potenzielle Flächen als zusätzliche Wohnbaufläche nicht zulässig seien, solange Reserveflächen, die nicht als Bauland benötigt werden, nicht zurückgenommen werden. Daraufhin machte sich die Verwaltung nach der Beauftragung durch den Rat an die Arbeit, die von der Bezirksregierung ermittelten Reserveflächen auf die Rücknahmemöglichkeiten zu überprüfen.

Dabei kam heraus, dass in Balve 28 800 Quadratmeter, in Beckum 20 000 Quadratmeter, in Eisborn 4500 Quadratmeter, in Garbeck 54 500 Quadratmeter, in Langenholthausen 19 500 Quadratmeter, in Mellen 17 500 Quadratmeter und in Volkringhausen 11 500 Quadratmeter künftig im Flächennutzungsplan statt als Reserveflächen für Wohnbebauung beispielsweise als Grün- oder Ackerland ausgewiesen werden könnten.

Ausschuss tagt am 2. Februar

Diese Ergebnisse sollen den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau in der nächsten Sitzung präsentiert werden (Dienstag, 2. Februar, 18 Uhr, Schützenhalle Eisborn). Anschließend muss der Ausschuss entscheiden, ob die Verwaltung die Rücknahmevorschläge mit der Bezirksregierung Arnsberg erörtern soll.

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