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Nach 500 Einsätzen brauchen Retter ein neues Fahrzeug

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Von: Julius Kolossa

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Viel Ausrüstung haben die Balver First Responder, hier (von links) Nicole Boike, Wolfgang Lübke und Markus Schulte, dabei, wenn sie auf dem Weg zum Einsatz sind. Diese sollen künftig in einem neuen Fahrzeug transportiert werden.
Viel Ausrüstung haben die Balver First Responder, hier (von links) Nicole Boike, Wolfgang Lübke und Markus Schulte, dabei, wenn sie auf dem Weg zum Einsatz sind. Diese sollen künftig in einem neuen Fahrzeug transportiert werden. © Julius Kolossa

Sie sind rund um die Uhr einsatzbereit, die 22 First Responder in Balve. Von ihrem Standort am Feuerwehrgerätehaus in Volkringhausen rücken sie aus, um zu medizinisch helfen, bis der Rettungsdienst und der Notarzt eintreffen, wenn im Balver Stadtgebiet Menschenleben in Gefahr sind. Damit dies auch künftig möglich ist, muss ein neues Einsatzfahrzeug her.

Balve ‒ Seit der Gründung der Balver First-Responder-Einheit vor rund zehn Jahren rückten die speziell ausgebildeten Ersthelfern schon zu mehr als 500 Einsätzen aus. „In diesem Jahr haben wir bereits 33 Einsätze zu verzeichnen“, sagte Nicole Boike, eine der First Responder. Sie, Markus Schulte und Wolfgang Lübke als weitere Einsatzkräfte und deren Sprecher Christian Boike stellten am Sonntag dem Vorsitzenden der Bürgerstiftung Balve, Wolfram Schmitz, vor, wie sie ausrücken, wenn sie alarmiert werden. Denn die Bürgerstiftung möchte sich finanziell an der Anschaffung des neuen Einsatzfahrzeugs beteiligen.

Bislang fahren die First Responder noch mit einem 14 Jahre alten Audi A4 (216 000 Kilometer auf dem Tacho) zu ihren Einsätzen. Das Auto ist jedoch nicht mehr zeitgemäß. „Wir brauchen ein Fahrzeug, mit dem wir auch bei Unfällen im Wald schnell und sicher die Einsatzstelle erreichen können. Und vor allem ein Fahrzeug, bei dem Personal und Ausrüstung räumlich sicher getrennt sind“, betonte Christian Boike.

Bereits im Rahmen der Versammlung des Fördervereins des Gesundheitscampus stellte Boike die Notwendigkeit einer Neuanschaffung vor und konnte berichten, dass ein Ford Ranger bestellt wurde. „Dieser Ford“, so Boike, „hat ein höher gelegtes Fahrwerk, so dass wir auch im Hochwasser agieren können.“ Dazu sagte Wolfram Schmitz: „Der Audi hat seinen guten Dienst erwiesen, ist aber jetzt alt geworden. Die Bürgerstiftung, die 2014 die Finanzierung des Audis sicherstellte, hat deshalb 25.000 Euro für den Kauf eines neuen Fahrzeugs zur Verfügung gestellt. Und vom Förderverein werden weitere 8000 Euro gespendet.“

Damit ist die Finanzierung von 33.000 Euro der insgesamt etwa 60.000 Euro teuren Anschaffung gesichert. Hinzu kommen durch den Aufbau eines speziellen Gerätekoffers noch weitere Kosten dazu. Hier wird ein Teil der Kosten durch eine 15 000-Euro-Finanzspritze über das EU-Förderprogramm Leader gedeckt. Christian Boike: „Unser Ziel ist es, das neue Fahrzeug am 2. Oktober der Löschgruppe Hönnetal zu übergeben.“ Es solle möglichst schnell zur Verfügung stehen.

Anteil daran können auch alle Balver haben. „Die noch bestehende Finanzierungslücke in Höhe von 27.000 Euro soll auch durch die Bevölkerung ausgeglichen werden. Jede Spende zählt“, sagte Boike. Bei Beträgen von mehr als 200 Euro werde automatisch eine Spendenquittung erstellt.

Spenden sind möglich auf Konten bei der Sparkasse (BIC: WELADED1PLB, IBAN: DE42 4585 1020 0090 0456 26) und Volksbank (BIC: GENODEM1NRD, IBAN: DE93 4476 1534 0234 4712 00) jeweils unter Angabe des Verwendungszwecks „First Responder“.

Hintergrund

Zur Ausrüstung der heimischen First Responder im Einsatz gehören unter anderem ein Defibrillator, Notfallrucksäcke für Kreislauf und Atmung, Absaugpumpe, Verbands- und Schienungsmaterial, Arbeitsstellenscheinwerfer, Verkehrsabsicherungsmaterial, Funkgerät, Digitalfunk und Feuerlöscher.

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