Musikverein Beckum und „Cäcilia“ gestalten Konzert

Dirigent Udo Fricke und Gesangssolistin Marilyn Hoth bekamen auch von den Beckumer Musikern viel Applaus.

Beckum - „Kein Kind wird zum Außenseiter“ – das ist in Beckum kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Nächstenliebe. Anfang der 1990er Jahre fand unter diesem Motto das erste von Pastor Karl Kudla initiierte Kirchenkonzert mit dem Musikverein Beckum statt. Jetzt gestaltete erstmals der Meisterchor MGV „Cäcilia“ Volkringhausen das Programm mit.

Der Eintritt zu dem Konzert ist immer frei, aber dafür wird um Spenden gebeten. Und mit diesem Geld wird unbürokratisch und schnell finanzschwachen Familien geholfen, ihre Kinder am Schul- und Vereinsleben teilhaben zu lassen.

Die Unterstützung der „Cäcilia“-Sänger unter der Leitung von Wolfgang Baumeister ermöglichte es dem Musikverein Beckum – statt wie sonst acht bis zehn – diesmal nur sieben Stücke zu spielen, diese dafür aber umso anspruchsvoller. Die Instrumentalisten um Dirigent Udo Fricke hatten ihre Proben für entsprechende sinfonische Musikliteratur genutzt. Sie begannen mit Wagners „Sei uns gegrüßt!“ aus der Festmusik zum Empfang des Königs, ein wunderbar auf den hiesigen Kirchenraum abgestimmtes Werk, in dem die Klanggewalt von Richard Wagners Werk gut zur Geltung kam. Danach folgte mit Mendelssohn-Bartholdy ein weiterer Komponist, der von allen höchste Konzentration verlangte. Die Musiker spielten „Heben Deine Augen auf“ aus dem Oratorium „Elias“.

Vier Lieder trugen die Volkringhausener vor; zunächst „Dona pacem“, Pater Noster“. „Danket dem Herrn“ und das mit Dominik Dodt als Solisten brillante „Oh my lord“. Auch die Sänger wussten ihre Stimmen auf den „Konzertraum“ abzustimmen, um auch noch in den letzten Reihen gehört zu werden.

Filmmusik wurde danach bei den Beckumern auf die Notenständer gelegt; zunächst „The da Vinci Code“, dann das Originalthema aus „Schindlers Liste“. Diese Darbietung, und dabei besonders das Klarinettensolo von Stefanie Janz, sorgte für Gänsehaut. „Meine Seele ist Stille in Dir“, sang der MGV zu Beginn seiner nächsten Einheit. „Tebje Pojem“ stand danach auf dem Programm, dann „O Herr, welch ein Morgen“, in dem Rolf Stracke als Solist überzeugte. Mit „O, du stille Zeit“ beendete der Chor diesen Programmteil.

Noch einmal Beckum: „Mandalen Landscapes“ wurde gespielt, danach „Gabriellas Song“ aus dem Film: „Wie im Himmel“. Auch hier setzte Dirigent Udo Fricke wieder auf den Einsatz einer Solistin, diesmal Marilyn Hoth als Sängerin. Es war ein Genuss, diesem Vortrag zu lauschen.

So war es auch bei der „Cäcilia“, die noch einmal zu den Liedermappen griff, und „Ich bete an die Macht der Liebe“, „Oh, happy day“, „Die Rose“ und „Sanctus“ sangen – die Sänger bekamen zu Recht viel Applaus für jede ihrer bei diesem Konzert gebrachten Darbietung, können sie doch die für dieses Konzert ausgewählte klassische, volkstümliche und kirchliche Literatur wirklich meisterhaft intonieren.

Das letzte Wort aber hatten die Gastgeber, die mit „Patria“ von Thiemo Kraas den Schlusspunkt setzten. In die stehenden Ovationen fiel auch Pastor Karl Kudla mit ein, der mit Vikar Wilhelm Grothe diese Veranstaltung verfolgte.

Von Julius Kolossa

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