118 Musiker, Sänger und Darsteller werden gefeiert

BECKUM - Allen Grund zur Freude hatten 118 Musiker, Sänger und Darsteller am Wochenende in der Hönnetalhalle. Sowohl am Samstag und am Sonntag begeisterten der Musikverein Beckum, der Kinderchor Balve, die Solisten sowie zahlreiche Darsteller mit dem Musical „Freude“ von Kurt Gäble und Paul Nagler jeweils in einer ausverkauften Halle.

Schon die Vorfreude auf dieses generationenübergreifende, musikalische Projekt mit einem kulinarischen und musikalischen Angebot sei den Besuch wert, betonte Landrat Thomas Gemke, als er das Premierenpublikum am Samstag in seiner Funktion als Schirmherr begrüßte. Kurz gab er einen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte dieses Projekts, das 2007 aufgrund der Suche nach Fördermöglichkeiten zur Finanzierung der Bläserklassen als Idee geboren worden sei. Stets sei dies unterstützt worden durch den Landtagsabgeordneten Hubert Schulte, der die finanzielle Förderung des Landes durch seine sauerländische Hartnäckigkeit schließlich erreichte. „So ist im ehrenamtlichen Bereich Großes gelungen“, lobte Thomas Gemke.

Fotostrecke vom Musical

Musical "Freude" in der Beckumer Hönnetalhalle

Die Plätze in den Zuschauerreihen füllten sich schon zwei Stunden vor Musicalbeginn. Auch hinter den Kulissen herrschte buntes Treiben – der Kinderchor unter Leitung von Patricia Vivanco stimmte sich gesanglich ein, in der Maske wurden kleine Gesichter farbenfroh geschminkt, an Kostümen wurde noch einmal gezupft. Kurz vor der Premiere verletzte sich der Gesangssolist Dominik Dodt am Knie – laufen, springen, tanzen waren für ihn passé. Er meisterte seine Rolle als Geschäftsmann trotz Schmerzen brillant.

Unter dem Motto „Musikalische Vorfreude“ stimmten die Musiker des Musikvereins unter Leitung von Udo Fricke mit bekannten Musicalmelodien ein, bevor der „Erzähler“ Heinz-Dieter Baumeister den Beginn des Musicals ankündigte. In hervorragender Weise erzählten die Akteure im Alter von zwei bis 63 Jahre musikalisch und gesanglich die Geschichte eines Geschäftsmannes, der trotz des Vertriebs von Freudedingen seine eigene Freude verloren hatte. Eine wundersame Frau (Nadine Breiser) lockte ihn in ein unbekanntes Land, wo ihn unter anderen Blumen, Bäume, Schmetterlinge empfingen und er schließlich die Freude wiederfand.

Die intensiven Vorbereitungen hatten sich gelohnt – die Musiker und Sänger boten Freude für die Ohren, die Statisten in ihren aufwändigen Kostümen und die Kulissen auf zwei Bühnen sorgten für einen freudigen Augenschmaus. Die Regisseurin Gabi Krieger sowie Udo Fricke als musikalischer Leiter und Patricia Vivanco als gesangliche Leiterin zeigten sich mit den Leistungen und dem Zusammenwirken aller Beteiligten sehr zufrieden. Das Publikum dankte mit nicht enden wollendem Applaus. Andreas Weißmüller, Vorsitzender des Musikvereins, hob auch die zahlreichen Helfer vor und hinter der Bühne hervor und dankte für das große Engagement. Wochenlang seien Wohnzimmer zu Nähstuben für die Kostüme umfunktioniert worden und auch die Kulissenbauer hätten ihr eigentliches Abendprogramm in die Hönnetalhalle verlegt. Perfekter kann kulturelle Synergie nicht sein.

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