Musikalische Rundfahrt durch die Stadt der Liebe

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Das Hauptorchester unter der Leitung von Martin Theile bestritt den dritten und größten Teil des Wunschkonzertes und stellte seine Klasse insbesondere in der „Symphonie de Paris“ unter Beweis.

GARBECK ▪ Die Jüngsten bereiteten den Weg zu einem Wunschkonzert, das von zwölf angesetzten Stücken auf 15 verlängert werden musste – so groß war der Beifall für alle Mitwirkenden. Veranstaltet vom Musikverein Amicitia Garbeck, fand diese nunmehr 35. Veranstaltung am Sonntag wieder in einer ausverkauften Schützenhalle statt.

Alle rund 500 Besucher – neben vielen Garbeckern auch Gäste aus den umliegenden Orten – stimmte der neue Amicitia-Vorsitzende Michael Volmer vorab auf die musikalischen Ereignisse ein. Diese wurden erstmals nur durch eine einzige größere Pause unterbrochen. So stand dem Hauptorchester der gesamte dritte Teil zu.

Die Eröffnung gab es vom Vororchester unter der Leitung von Andreas Weber. Den Marsch aus der Oper „Scipio“, die Ouvertüre Espanol und den „Roadrunner“ spielten die Mädchen und Jungen souverän und mit voller Begeisterung. Alica Kircher gab zu den einzelnen Stücken interessante Informationen.

Das Vororchester eröffnete das gut zweieinhalbstündige Konzert.

Länger als geplant blieb das nachfolgende Jugendorchester auf der Bühne. Reinhold Schulte leitete den Nachwuchs, der mit „Celebration und Song“ sowie „The Magnificent Seven“ überzeugte. Danach war eine Zugabe fällig, der mit Michael Jacksons „Heal the world“ nachgekommen wurde. Moderiert wurde dieser Teil des Konzertes von Maike Schulte.

Das Jugendorchester kam ohne Zugabe nicht von der Bühne.

„Wir präsentieren“, lautete das erste Stück des Hauptorchesters unter der Leitung von Martin Theile, ein zünftiger preußischer Armeemarsch von Hans Ailbout. Klassisch ging es weiter mit der „Akademischen Festouvertüre c-moll op.80“ von Johannes Brahms, gefolgt von Alfred Reeds „Armenischen Tänzen“, denen sich die „Symphonie de Paris“ von Serge Lancen anschloss. Besonders in diesem mit drei Sätzen längeren Teil, der kurze Pausen zum Umblättern benötigte, gelang es den Musikern, verschiedenste Bilder von der Stadt der Liebe zu zeichnen. Die langsamen und schwungvollen Passagen auf dieser musikalischen Stadtrundfahrt, die schließlich am Eiffelturm endete, waren bestens geeignet, die Klasse des Orchesters – aufgrund der Vielseitigkeit – zu beweisen. Mit lang anhaltendem Beifall, auf besonderen Wunsch der Musiker bis zum letzten Ton zurückgehalten, drückte das Publikum seine Anerkennung aus.

Drei Trompetenspieler hatten bei „Three Jolly Sailormen“ von Edrich Siebert ihren besonderen Einsatz. Christina Weber, Tim Volkmer und Johannes Vielhaber durften bei dieser Polka laut Notensatz die Ausdruckskraft ihrer Instrumente über jene der Mitspieler legen.

Was zu jedem Musikstück gehörte (Komponist und Entstehungsweise), das wussten Sandra Rohleder, Dietlind Schulte und Paul Schulte, die dafür abwechselnd ihre Instrumente mit dem Mikrofon tauschten. Sie führten locker durch diesen Hauptteil des Programms, in dem Märsche, konzertante Blasmusik und Medleys geboten wurde.

Ein Medley gab es von den Beatles. „Echoes of an Era“ war es überschrieben, und stellte die besten Werke der legendären Band vor. Treffend endete das Wunschkonzert mit dem „Abschied der Slawin“, doch ohne weitere Kostproben ihres Könnens ließen die Besucher die Musiker nicht von der Bühne. Dafür legten sie dann die Noten für die jazzige „South Rampart Street Parade“ und „Wilhelm Tell“ auf.

Dieses Wunschkonzert war das letzte in der althergebrachten Form. Zukünftig will der Musikverein ein etwas anspruchsvolleres Frühlingskonzert geben und in einem zusätzlichen Wunschkonzert im Herbst volkstümlichere Stücke präsentieren. ▪ JK

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