Musik, Sprachwitz und freche Dialoge: Festspielverein Balver Höhle stellt neue Stücke vor

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Anke Lux (links) ist wieder für die Regie und die Choreografie zuständig, die Gesangsbegleitung leitet Svenia Koch.

Balve - Die Stücke für die kommende Spielzeit des Festspielvereins Balver Höhle im Mai 2018 stehen fest: „Die kleine Hexe“ und „Villa Sonnenschein“ sollen die Besucher locken.

Ebenso hat der Festspielverein mit Anke Lux für Regie und Choreografie sowie Svenia Koch für die Gesangsbegleitung wieder zwei erfahrene Experten engagieren können, und auch die Besetzung der Haupt- und Nebenrollen ist erfolgt.

Es scheint also alles gut zu sein – Uta Baumeister, Vorsitzende des Vereins, wies jedoch am Donnerstag auf eine Schwachstelle hin: „In unserem Kostümteam fehlen Leute.“ Die Leiterin Caroline Fischer braucht dringend Unterstützung. Interessierte, die sie bei ihrer Aufgabe unterstützen möchten, können sich unter der Telefonnummer 0 23 75 / 10 30 im Büro des Festspielvereins melden.

MännerMelodie und FrauenPoesie abgesagt

„Wir haben die Winterveranstaltung abgesagt“, ging Baumeister am Donnerstag gleich zur nächsten schlechten Nachricht über. Die für nächsten Samstag geplante Lesung „MännerMelodie und FrauenPoesie“ mit TrioLit in der Realschul-Aula findet nicht statt. Grund dafür sei der schleppend laufende Verkauf: Erst 45 Karten seien verkauft worden. „Wir wollen und können kein finanzielles Risiko eingehen“, begründete die Vorsitzende die Entscheidung. Diejenigen, die bereits Karten gekauft haben, haben nun zwei Möglichkeiten: Sie können entweder gegen Vorlage der Karten ihr Geld zurückerhalten oder den Preis mit dem von anderen Eintrittskarten verrechnen lassen. Uta Baumeister weißt dazu besonders auf die Rabattaktion vom 27. November bis 22. Dezember hin, während der es ohnehin viele Karten günstiger gebe.

Nach diesen eindringlichen Worten zu Beginn des Abends, an dem die Stücke noch einmal vorgestellt wurden, übernahm Anke Lux die Regie. Die Hauptrollen in der „kleinen Hexe“, einem Kinderstück von Ottfried Preußler, sind mit Nadine Schlebrowski (kleine Hexe), Lina Schulte (Rabe Abraxas), Jeanette Borthwick (Hexe Rumpumpel) und Steffi Schulte (Oberhexe) besetzt. Gebraucht wird außerdem jeder, der sich ebenfalls als Schauspieler gemeldet hat, denn es gebe, so die Regisseurin, einen Markt, ein Schützenfest, Hexenauftritte und auch eine Horde kleiner Raben hinter Rabe Abraxas.

„Niemand dreht Däumchen hinter der Bühne“, wies sie auf reges Spielgeschehen hin, bei dem die Szenen mit vielen Akteuren gestaltet werden sollen. Dabei appellierte Anke Lux aber auch an regelmäßigen Probenbesuch. Dieses Kinderstück, in dem die kleine Hexe alles tut, um eine „gute Hexe“ zu werden, werde zauberhaft, verriet sie. Weil die Nachwuchshexe damit aber genau das Gegenteil macht, was die anderen Hexen wollen, nämlich andere ärgern und Blödsinn machen, gibt es viele turbulente Entwicklungen. Svenia Koch sagte zum musikalischen Teil: „Es ist kein Musical, aber von Musik durchzogen.“ Michael Wiehagen komponiert die Lieder.

Dagegen kommt die „Villa Sonnenschein“ nicht ohne Lieder aus. 18 werden es sein, mit denen die Solisten und der Chor auftreten werden. Die Handlung findet in einem Altenheim statt und dreht sich um Carlotta (Chris Perschke) und Hubert (Thomas Kruse), Felix (Thomas Riedel) und Melanie (Laura Traud), Heimleiterin Mechthild (Jeanette Borthwick) und Schürzenjäger Dr. Mathieu (Jörg Leiß). Viel Sprachwitz, freche Dialoge, die das Getue der Heimleiterin entlarven, darf das Publikum erwarten. Musikalisch ist dieses Stück mit Rock, Pop, Musicalballaden, Tango und Walzer breit aufgestellt.

Zwei Proben finden in diesem Jahr noch donnerstags in der Realschul-Aula statt. Ab Januar wird dann auch montags geprobt.

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