Musical „König der Löwen“ ist Herausforderung für alle

Der Musikpädagoge Michael Wiehagen übernahm mit dem Balver Ensemble die Gesangsübungen und sorgte für eine lockere Atmosphäre bei den Proben.

BALVE ▪ Auf dem besten Weg zu einer bühnenreifen Inszenierung ist das Ensemble des Festspielvereins. Seit vier Monaten laufen die Vorbereitungen für das Familienmusical „Simba – König der Löwen“, das vom 5. Mai bis zum 3. Juni in der Balver Höhle präsentiert wird.

Während sich das Nähteam seit Wochen mit den aufwändigen Tierkostümen für das Musical befasst und die Bühnentechniker Entwürfe für die Kulisse in der Balver Höhle entwickeln, heißt es für die Regisseurin Anke Lux und die Schauspieler in der Aula des Schulzentrums „Probenzeit“.

Das bekannte Musical, das in der Savanne Afrikas den kleinen Löwen Simba auf seinem spannenden und abenteuerlichen Weg zum Erwachsen werden begleitet, wurde von Robert Hesse für Freilichtbühnen bearbeitet. Die bekannten Musikstücke arrangierte der Musiker und Komponist Michael Wiehagen neu.

Schon zu Beginn der Proben äußerte Regisseurin Anke Lux den Wunsch, dass die Lieder live gesungen werden sollen. Mit dem Schauspiel und den tänzerischen Einlagen, bedeutet dieses Gesamtpaket für die rund 60 Akteure eine große Herausforderung, die sie alle motiviert angehen.

Die ersten Probenwochen galten vorrangig den Sprecherrollen, damit die Texte aller Schauspieler sitzen. Dabei reihte Anke Lux Szene an Szene, so dass sich die Hauptdarsteller in ihren Rollen als royale Löwen und ihrer Weggefährten weitestgehend textsicher auf die weiteren Module der Aufführung konzentrieren können.

Nach den Weihnachtsferien starteten dann die gemeinsamen Proben mit den Statisten, die die einzelnen Tiergruppen wie Zebras, Antilopen und Hyänen verkörpern.

Zu den Schauspielproben kamen damit die Tanzproben nach der Choreografie von Anke Lux hinzu. Ein wöchentliches zusätzliches Tanztraining soll das Gefühl für Tanz und die Fitness der Akteure steigern.

Am vergangenen Donnerstag begann der Musikpädagoge Michael Wiehagen, die Songs einzustudieren. Äußerungen wie „Ich kann nicht singen“ oder „Ich trau mich nicht“, ließ der sympathische Musiker aus Drensteinfurt nicht gelten. Niemand brauche in Panik zu verfallen, jeder könne singen, sagte er. „Es ist sicher nicht leicht, gleichzeitig zu tanzen und zu singen“, zeigte Michael Wiehagen Verständnis und machte Mut. „Wir bekommen das hin.“ Nach einigen Rhythmus- und Lockerungsübungen erklang schon nach kurzer Zeit in entspannter Atmosphäre der Refrain der Ouvertüre im Kanon. Verbunden mit dem tänzerischen Einmarsch der Tiere, wird dies der Auftakt des Stücks, der für das Publikum ein eindrucksvolles Bild werden soll. Die Refrains der Lieder werden in der Originalsprache Zulu gesungen. Ohrwürmer wie „Kann es wirklich Liebe sein?“, „Er lebt in dir“ und „Hakuna Matata“ fehlen nicht im Repertoire. Für das Ensemble und Regisseurin Anke Lux gilt es nun, alle Elemente weiter miteinander verwachsen zu lassen, damit der Besuch des Musicals für das Publikum ein besonderes Erlebnis wird. So kündigte die Regisseurin bereits an, dass für die Akteure neben den zwei wöchentlichen Proben und dem Tanztraining ab März auch noch an den Wochenenden Zusatzproben erfolgen.

Tickets für „Simba – König der Löwen“ können über die Internetseite http://www.festspiele-balver-hoehle.de zu Hause ausgedruckt oder ab dem 6. Februar in der Geschäftsstelle des Festspielvereins, Garbecker Straße 5, Tel: 0 23 75 / 10 30, reserviert werden.

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