Angst und Schrecken als Spaß

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Der Geist des angeblich wahnsinnigen Sohns der Grafenfamilie verfluchte den Hochofen.

Wocklum - Gruselig war es am Samstag rund um die Luisenhütte nicht erst bei Anbruch der Dunkelheit, als bei flackerndem Kerzenschein die schaurigen Elemente der dortigen Kinder-Halloween-Party so richtig zum Ausdruck kamen. Denn auch bei Tageslicht boten die 100 Teilnehmer bereits einen furchterregenden Anblick.

Neben Hexen, Skeletten, Monstern und anderen fantasievollen Verkleidungen war auch der ein oder andere Vampir mit dabei. Die Mädchen und Jungen brachten damit das Motto: „Das Grauen kehrt zurück“ auf den Punkt – damit standen sie aber den Veranstaltern, den Museen des Märkischen Kreises, in nichts nach.

Denn auch diesmal verstand es das Team um Museumspädagogin Bernadette Lange, auch den heldenhaftesten Teilnehmern noch einen gehörigen Schreck einzujagen. Doch es standen stets genügend Helfer zur Seite, um zu trösten und zu beruhigen. „Die Eltern wissen Bescheid, dass es hier ein wenig gruselig wird“, hatte Bernadette Lange vorab informiert.

Und so konnten die diesjährigen Gruselspiele in der Luisenhütte beginnen: Vor langer Zeit verfluchte der ungeliebte, angeblich wahnsinnige Sohn der Grafenfamilie den alten Hochofen in Balve-Wocklum. Immer Ende Oktober, an seinem Todestag, erwacht sein Geist, der weitere Missgeburten der Höhle mitbringt, und verbreitet Angst und Schrecken in der Luisenhütte. Diesem Spuk machten die Kinder aber in diesem Jahr endgültig ein Ende.

Mit ihren selbst gebastelten Laternen machten sie sich auf zum Stollen, wo sie das Grauen besiegten. Bernadette Lange hatte diese inzwischen vierte Kinder-Halloween-Veranstaltung mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm versehen, bei dem diesmal die Jüngsten als erste zum Einsatz kamen.

 Bei Tageslicht war es für die Achtjährigen leicht, die Schnitzeljagd und die Horrorolympiade zu absolvieren. Dabei galt es unter anderem, Kegel mit den Fotos von Monstern umzuwerfen. Ruhiger war es beim Laternenbasteln.

Im Eingangsbereich des Museums hatte Ulrike Knips dafür eine schaurig-schöne Atmosphäre geschaffen, wobei sie auch dem Dinosaurier eine Verkleidung als Dino-Geist verpasste. Geöffnet hatte die „Horrorbar“ unter dem Museum, wo Würstchen und Getränke sowie Süßigkeiten verteilt wurden. „Wir machen nicht nur Klamauk“, sagte Bernadette Lange zum Konzept. „Wir erzählen innerhalb der Luisenhütte eine Geschichte“.

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