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Museum wird für 1 Million Euro umgebaut: Gelingt endlich der große Wurf?

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Von: Julius Kolossa

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Prof. Jürg Steiner stellte die Planung für den Umbau des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Wocklum vor.
Prof. Jürg Steiner stellte die Planung für den Umbau des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Wocklum vor. © Julius Kolossa

An einem Ort mit Balver Geschichte, im städtischen Museum für Vor- und Frühgeschichte in Wocklum, tagte am Mittwoch der Ausschuss Ehrenamt, Schule, Digitalisierung, Soziales.

Hier wurden die neuen Ideen vorgestellt, wie das derzeit für den Umbau geschlossene Museum fit für die Zukunft gemacht werden soll. Überlegungen in diese Richtung gibt es seit vielen Jahren – unter anderem wurde ein großes Modell eines Flugsauriers aus Münster ausgeliehen –, doch der ganz große Wurf, der das Museum zu einem Anziehungspunkt zu machen soll, ist bislang nicht gelungen.

Das soll sich ändern mit dem Projekt Geschichtspark Balve, das voraussichtlich im dritten Quartal beginnen und die Sehenswürdigkeiten der Hönnestadt touristisch aufwerten soll. Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, wies daraufhin, dass zunächst das Kassenhaus und der Eingangsbereich der Balver Höhle bis Frühjahr 2023 neu umgestaltet werden.

Durch einen Zeittunnel zurück in die Vor- und Frühgeschichte

„Die Wiedereröffnung unseres Museums ist erst erst für 2024 angepeilt“, sagte Bathe. Bis dahin muss noch viel passieren in diesem Gebäude, das einst als Schreinerei genutzt wurde. Prof. Jürg Steiner, mit den Planungen beauftragter Architekt, stellte die Planungen vor. Los gehen mit den Arbeiten soll es im Keller. Hier fristet die im Jahr 1936 eingebaute Hochdruckturbine, die die Schreinereimaschinen angetrieben hat, ein Schattendasein. Um Technik nahezubringen, könnte diese Turbine künftig mit Texttafeln wieder als Anschauungsobjekt dienen. Das Erdgeschoss soll über eine barrierefreie Rampe erreicht werden können. Im Eingangsbereich dürfen die Besucher dann aus drei Angeboten wählen: Höhlenkino, museumspädagogischer Bereich und Einlass in den eigentlichen Museumsraum durch einen Zeittunnel. Durch diesen Tunnel machen Interessierte einen Zeitsprung in eine Landschaft, die es vor 400 Millionen Jahren so in Balve gegeben haben könnte. Dazu erläuterte Museumsleiterin Ulrike Knips: „Bisher wurden für die Vitrinen 376 Exponate inventarisiert. Außerdem stehen uns 50 Leihobjekte zur Verfügung.“ Als visuelle Highlights sollen ein Höhlenbär und ein Mammut mit einbezogen werden.

Verbindung zur Luisenhütte

Am Ausgang soll eine Verbindung zur Luisenhütte angelegt werden. Michael Bathe: „Laut Bodengutachten und nach Gesprächen mit dem Eigentümer ist dies realistisch. Jetzt steht noch die Prüfung durch den Denkmalschutz an.“ Die Gesamtkosten für den Umbau werden auf etwa eine Million Euro geschätzt, liegen damit im Bereich der Fördersumme in gleicher Höhe, die vom NRW-Heimatministerium bereits zur Verfügung gestellt wurde. Bathe: „Hiervon versprechen wir uns einen deutlichen Mehrwert.“

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