Müllentsorgung im Osterfeuer wird teuer

BALVE – Mit dem bevorstehenden Osterfest kommt auch wieder die Zeit der Osterfeuer – ein Brauchtum, das sich auch in Balve großer Beliebtheit erfreut. Aus diesem Anlass weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass eine Brauchtumspflege in der Regel nur dann gegeben ist, wenn ein Osterfeuer von einer in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaft, Organisation oder einem Verein ausgerichtet wird. Außerdem muss das Osterfeuer im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jeden zugänglich ist. In der Hönnestadt müssen Osterfeuer zwar nicht genehmigt, aber auf jeden Fall bei der Stadt angemeldet werden.

Die Stadtverwaltung bittet, die Anmeldungen für die diesjährigen Osterfeuer bis zum 25. März per Post an die Stadt Balve (Widukindplatz 1) zu richten. Darüber hinaus sind Anmeldungen auch telefonisch beim zuständigen Sachbearbeiter Sven Rothauge (Tel. 0 23 75/92 61 45) oder per E-Mail an s.rothauge@balve.de möglich. Dabei müssen der genaue Verbrennungsort und der Zeitpunkt angegeben sowie eine für das Feuer verantwortliche Person genannt werden.

Aus Gründen der Sicherheit, Ordnung und des Umweltschutzes gelten beim Abbrennen der Brauchtumsfeuer einige wichtige Regeln. So ist zu Gebäuden und Anpflanzungen ein so großer Abstand einzuhalten, dass diese nicht gefährdet werden. Überdies muss das Osterfeuer durchgehend von einer volljährigen Person beaufsichtigt werden, die den Platz erst verlassen darf, wenn Feuer und Glut vollständig erloschen sind. Gegebenenfalls ist noch vorhandene Glut so mit Erde zu überdecken, dass auch bei aufkommendem Wind ein Funkenflug ausgeschlossen ist.

Ferner muss sichergestellt sein, dass bei besonderen Vorkommnissen die Feuerwehr so schnell wie möglich unter der Notrufnummer 1 12 verständigt werden kann. Zudem dürfen sich die Zuschauer nur in einem ausreichenden Sicherheitsabstand von der Feuerstelle aufhalten. Der Fahrzeugverkehr auf angrenzenden Straßen darf nicht durch Raucheinwirkung und parkende Fahrzeuge der Zuschauer und Veranstalter behindert werden.

Für ein Osterfeuer darf nur unbehandeltes Holz wie Baum- oder Strauchschnitt verwendet werden. Wer das Osterfeuer dazu missbraucht, Sperrmüll, Papier, Hausmüll, Kunststoffe, Farben, Lacke, Altreifen oder behandeltes Holz zu verbrennen, riskiert ein Bußgeld, weil dadurch die Luft mit Schwermetallen, Säuren und vielen anderen Giftstoffen verpestet wird. Gleiches gilt für das Anfeuern mit Altöl oder ähnlichen Flüssigkeiten. Nur wenn beim Osterfeuer ausschließlich pflanzliche Abfälle verbrannt würden, lasse sich die Luftbelastung auf ein erträgliches Maß begrenzen, so die Stadtverwaltung.

Um Vögel, Kleinsäuger, Insekten und andere Kleintiere, die bereits gelagertes Holz als Unterschlupf genutzt haben, vor dem Verbrennen zu retten, müsse das Brennmaterial am Tag des Verbrennens noch einmal umgeschichtet werden, erklärte die Stadt weiter. Somit könnten sich die Tiere in Sicherheit bringen.

Ebenfalls wichtig: Die Veranstalter müssen die Brandstelle und die unmittelbare Umgebung möglichst innerhalb von drei Tagen nach dem Abbrennen des Osterfeuers von Abfällen und sämtlichen Brandrückständen säubern.

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