Gemeinde St. Blasius reicht es

Müll, Scherben und Erbrochenes: Immer wieder Probleme an der Piuskapelle

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Die Piuskapelle in Balve.

Balve – „Es ist immer das gleiche Bild an jedem Wochenende!“ Ludger Terbrüggen, Kirchenvorstandsmitglied der Gemeinde St. Blasius, redet Klartext im Gespräch mit der Redaktion.

„Jugendliche veranstalten Saufgelage an der Piuskapelle. Die Hinterlassenschaften müssen die Mitglieder des Kirchenvorstandes bei inzwischen schon zur Tradition gewordenen Arbeitseinsätzen einsammeln.“ 

Zwei randvolle Plastiksäcke mit Leergut wurden am Montag entsorgt: „Das sind bestimmt zehn Euro, die wir dort aufgesammelt haben.“ Damit aber nicht genug, finden die Kirchenvorstandsmitglieder an der Kapelle auch regelmäßig Scherben, Getränkedosen, viel Plastikmüll, Zigarettenkippen und sogar Erbrochenes. 

"Asoziales Verhalten": Gemeinde will jetzt reagieren

„Hier ist ein Ort der Ruhe, den wir mit viel Mühe herrichten, damit man die Aussicht genießen kann“, sagt Terbrüggen. „Doch durch das asoziale Verhalten einiger weniger müssen wir nun reagieren.“ 

Überfüllte Mülleimer, Scherben und auch Vandalismus: An der Piuskapelle in Balve gibt es immer wieder Probleme.

Dabei hat Terbrüggen sogar Verständnis für die Jugendlichen, denen speziell in Coronazeiten Veranstaltungs- und Versammlungsorte in Balve fehlten. „Doch dafür sollen sie sich nicht an der Piuskapelle treffen. Diese ist kein Partyraum, kein Grillplatz und keine Veranstaltungsort für Geburtstagsfeiern oder Saufgelage.“ Bisher seien die Jugendlichen überwiegend einsichtig gewesen, wenn sie vor Ort von Ludger Terbrüggen angesprochen wurden. „Es gibt aber immer einige, die sich nicht an Absprachen halten.“ 

Säckeweise anfallender Müll

Diese seien für den säckeweise anfallenden Müll verantwortlich, der sonntags und montags eingesammelt werde. „Damit ist jetzt Schluss“, reicht es Ludger Terbrüggen. Er hat schon Graffiti an den Außenwänden und auf Bänken gesehen, aber auch, dass neu installierte Lampen über Nacht aus ihren Verankerungen gerissen und zerstört wurden. Während der Graffiti-Verursacher gefunden wurde, verlief die Suche nach den Vandalen, die die Lampen zerstörten, im Sande. So werde es wohl auch bei den Müllsündern sein, wenn denn gegen diese überhaupt Anzeige erstattet wird. „Nein, das bringt nichts“, betonte Terbrüggen auf Anfrage. 

Stattdessen setze die Gemeinde fortan darauf, an jedem Wochenende zu kontrollieren und sich aus den Reihen der Anwesenden einen Ansprechpartner nennen zu lassen. „Er soll mit seinem Namen geradestehen, wenn wir am nächsten Tag etwas zu beanstanden haben“, so Terbrüggen. 

Schilder oder Kameraüberwachung

Außerdem werde in den Reihen des Kirchenvorstandes darüber beraten, Schilder aufzustellen oder eine Kamera anzubringen. „Bei spontanen Gelagen werden wir konsequent von unserem Hausrecht als Vorstand der Kirchengemeinde Gebrauch machen, den Platz dann räumen lassen. Das gilt leider in zunehmendem Maße auch für den Park an der Kirche“, sagt Terbrüggen. Hier entwickele sich bereits ein weiterer Hotspot.

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