Nach Hochwasser

Müll am Hönneufer: 30 Freiwillige räumen auf

In kleineren Teams suchten die 30 Helfer das Hönneufer auf einer Länge von rund zwei Kilometern ab.
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In kleineren Teams suchten die 30 Helfer das Hönneufer auf einer Länge von rund zwei Kilometern ab.

Rund zwei Wochen nach dem Hochwasser haben am Samstag 30 Volkringhausener mit angepackt, um die Ufer „ihrer“ Hönne sauber zu machen. Einige Fundstücke waren so groß, dass sie mit einem Traktor abtransportiert wurden.

Volkringhausen – „Schön, dass so viele teilnehmen“, begrüßte Ortsvorsteher Hubertus Schweitzer im Dorfpark die freiwilligen Helfer.

Das Aufräumkommando erreichte überörtliche Hilfe aus Beckum: „Leider hat Beckums Ortsvorsteher Georg Wortmann keine Zeit, er hat aber eine Kiste Bier dagelassen“, berichtete Schweitzer. Und diese ließen sich die Helfer am Ende der über zweistündigen Aktion neben andere Kaltgetränken und Würstchen schmecken, mit denen sich Hubertus Schweitzer bei allen bedankte.

Es war Ehrensache für die Teilnehmer, an diesem Tag mit anzupacken. So zum Beispiel für Dominik Dodt, in dessen Haus das Wasser bis zu zwölf Zentimeter hoch stand. „Ich habe viel Hilfe erfahren, mit der viel gerettet werden konnte“, denkt er an jenen Abend zurück. Dodt war zu dieser Zeit mit seiner Familie noch im Urlaub, wurde aber von seinem Vater Thomas Dodt auf dem Laufenden gehalten, was sich in seinem Haus am Inselweg abspielte. „Ein Zaun, einige Elektrogeräte und auch ein Rasenmäher gingen kaputt.“

Nach wie vor verrichte ein Trocknungsgerät seinen Dienst. Aktiv brachte sich Dominik Dodt bei der Hönne-Aktion ein: „Ich helfe vor Ort, wenn Hilfe nötig ist.“ Und seine Hilfe war auch nötig, denn bei sinkendem Pegelstand war an den Uferrändern immer mehr Müll sichtbar geworden. Zuvor hatten einige Helfer bereits viele Reifen und Kaminholz als gröbsten Unrat entfernt. Hubertus Schweitzer: „Es schwamm so viel durch die Hönne, dass man ein ganzes Haus damit hätte heizen können.“

Der Müll an den Ufern, egal ob Plastik, Glas, Metall oder Haushaltsgegenstände, wurde zahlreich an Land gezogen. Die zwei Kilometer lange Suchstrecke vom Wieloh bis zur Mendener Straße suchten die Helfer in kleinen Gruppen ab, die jeweils mit Schubkarren ausgerüstet waren. Was dort nicht hinein passte, holte Bernd Bösterling mit seinem Trecker ab.

Endstation für den Müll war der Container an der Schützenhalle, der für die großen Mengen fast zu klein war. Viel Lob von Ortsvorsteher Schweitzer gab es am Ende für alle Helfer. Darunter war auch Heinz-Dieter Baumeister, der am Wieloh nicht von den Wassermassen betroffen war. Und dennoch war es ihm ein Anliegen, bei dieser Aktion mitzumachen. „Wenn ich helfen kann, bin ich gerne dabei“, sagte er.

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