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Motorraddemo soll nur der Anfang gewesen sein: Biker haben auch 2021 viel vor

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Olaf Keul veranstaltete im August in Balve und Neuenrade eine Demonstration, an der rund 1200 Motorradfahrer teilnahmen. Ähnlich Aktionen soll es auch zukünftig geben.

Balve – Die Saison für Motorradfahrer neigt sich dem Ende zu, doch vorher dreht Olaf Keul noch einmal richtig auf.

Nachdem er als Initiator der Motorraddemo unter dem Motto „Leis ist kein Scheiß – mit Verstand durch das Sauerland“ fast 1200 Motorradfahrer dafür mobilisieren konnte, will er diesen Rückenwind für weitere Aktionen nutzen. 

„Ich habe sehr viel positive Resonanz nach der Demo erfahren“, erzählte Olaf Keul im Gespräch mit der Redaktion. Insgesamt sei das Verhalten von Teilnehmern und Zuschauern als vorbildlich gelobt worden, seien die Motorradfahrer doch nicht lauter gewesen als Autos. „Es gab aber auch einige Beschwerden darüber, dass während der Fahrt teilweise gehupt wurde – bei anderen Demos kommen dagegen ununterbrochen Trillerpfeifen zum Einsatz.“ 

Motto hat weiterhin Bestand

Er sieht sich auf dem richtigen Weg, die Vorurteile über Motorradfahrer als lautstarke Rüpel abzubauen. „,Leis ist kein Scheiß’ – das ist auch für die nächsten Jahre noch mein Motto.“ Dafür weiß er mit den Motorradfreunden Sauerland eine etwa 30 Mitglieder starke Gemeinschaft hinter sich. Der Verein um den Werdohler Uwe Hoh setzt sich ebenfalls für diese Belange ein. 

Die nächste Aktion findet bereits am 1. Oktober statt. „Wir laden alle Interessierten für Donnerstag zu einem offenen Stammtisch nach Neuenrade auf den Kohlberg in die Tiroler Stub’n ein. Los geht es um 18.30 Uhr“, sagte Keul. Es soll ein lockerer Austausch stattfinden darüber, was 2021 alles in den Terminkalender soll. 

Viele Aktionen geplant

Olaf Keul kann auch da vorlegen: „Es sind Ausfahrten ab Balve und Neuenrade geplant, eine Teilnahme an der Spendenaktion ,Biker for kids’ von unserem Dachverband Moto e.V., vor und nach der Saison ein Warm-up und als Abschluss ein Cool-down, aber auch eine Fahrt zum Bikergottesdienst am Nürburgring.“ Dieser Gottesdienst für Christen der evangelischen und katholischen Konfessionen jeweils zum Saisonstart im April ziehe immer um die 20 000 Motorradfahrer an, teilte Keul mit. „Ich biete ein Ausflugspaket von Freitag bis Sonntag an.“ Nähere Einzelheiten werden beim Stammtisch und auch danach je nach Entwicklung der Corona-Pandemie bekannt gegeben. 

Und dann hat er noch ein Programm für die Fahrsicherheit ausgearbeitet: Auf dem Gelände von Arens & Hilgert in Neuenrade mit Fahrtrainer Uwe Hoh, zudem auf einer Rennstrecke in Rüthen zum Training der Schieflage. „Experte Uwe Schievenhövel führt dieses dort durch.“ Der mache den Motorradfreunden einen Freundschaftspreis. So kostet das Training 100 statt 239 Euro. „Zudem übernehmen wir noch die Patenschaft für die Strecke auf dem Kohlberg.“ 

Weitere Mitstreiter sollen gewonnen werden

Für all diese Ideen sollen beim Stammtisch neue Mitstreiter gewonnen werden, aber auch neue Mitglieder für die Motorradfreunde Sauerland. „Jeder kann Mitglied werden“, erzählte Olaf Keul. „Derjenige, der mit seinem Zweirad vorfährt, ist aktiv, und zahlt 50 Euro im Jahr. Diejenigen, die als Beifahrer oder auf vier Rädern mitfahren, zahlen als Unterstützer die Hälfte.“ Entsprechend soll auch die Teilnahmegebühr für Aktionen gestaffelt werden. All dies müsse noch abgestimmt werden. „Motorradfahren soll ins rechte Licht gerückt werden“, betonte Olaf Keul.

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