Moderne Technik hält Einzug ins Balver Museum

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Dominik Habbel (l.) und Pascal Sorof von der Firma WKN-Datentechnik haben im Museum die neue Multimediaeinheit installiert.

WOCKLUM ▪ Das Prähistorische Museumder Stadt Balve neben der Luisenhütte öffnet zwar erst am Samstag wieder, aus dem Winterschlaf ist es aber schon längst erwacht. Und es kann zur neuen Saison mit einigen neuen Errungenschaften aufwarten.

Die augenfälligste Neuerung dürfte die neue Multimediaeinheit sein, die die Besucher gleich im Eingangsbereich erwartet. Auf einem TFT-Monitor mit 107 Zentimetern Bildschirmdiagonale kann man hier kurze Filme über Dinosaurier, den Neandertaler und die 1991 in Österreich gefundene Gletschermumie „Ötzi“ sehen. Aber auch Filme über die Stadt Balve und über das Reitturnier Balve Optimum können hier via Touchscreen ausgewählt werden.

Außerdem hat die Stadt Balve in den Wintermonaten die Beleuchtung des Museums aufgerüstet, so dass die zum Teil filigranen Exponate und die Teste auf den Infotafeln nun besser zu erkennen sind.

Wertvolle Exponate in einer Klima-Vitrine

Weniger auffällig, darum aber nicht minder bedeutend ist eine klimatisierte Vitrine, die die Stadt auf Drängen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) anschaffen musste. Darin sind nun einige Funde aus der Eisenzeit zu sehen, die das LWL-Museums für das Balver Museum aufgearbeitet hat. So können Museumsbesucher nun eine aus der Zeit um 450 vor Christus stammende Gewandspange sehen, die in der Großen Burghöhle gefunden wurde. Auch ein bronzener Armreif aus der vorrömischen Eisenzeit ist in dem klimatisierten Glaskasten vor äußeren Einflüssen geschützt. Das gilt auch für das mehr als 200 Jahre alte Bruchstück eines eisernen Messers, das in der Karhofhöhle gefunden wurde.

Öffnungszeiten des Museums von Mai bis Oktober: dienstags bis freitags 9.30 bis 17 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr; Eintritt: Erwachsene 1 Euro, Kinder und Jugendliche 50 Cent

In einer anderen neuen Vitrine kann das Museum nun Fundstücke aus der Balver Höhle besser präsentieren, darunter der Schädel, der Unterkiefer und mehrere Zähne eines Höhlenbären.

Insgesamt hat die Stadt Balve mit Unterstützung von Sponsoren im zurückliegenden Winter rund 12 000 Euro in das Museum gesteckt. „Nun hoffen wir natürlich, dass auch die Balver erkennen, dass ein Besuch unseres Museums immer wieder lohnenswert ist“, sagte Michael Bathe von der Stadtverwaltung. Im vergangenen Jahr (Mai bis Oktober) hat das Museum rund 3600 Besucher gezählt. ▪ vg

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