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Mobilität der Zukunft auf dem Land erleben: In Balve ist das möglich

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Von: Julius Kolossa

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Katrin Schwabl sitzt auf dem E-Bike, das an einen Simulator angeschlossen ist. Hier gilt es reaktionsschnell zu sein.
Katrin Schwabl sitzt auf dem E-Bike, das an einen Simulator angeschlossen ist. Hier gilt es reaktionsschnell zu sein. © Kolossa, Julius

„Das ist spannend!“ Katrin Schwabl absolviert in der Sokola.de eine virtuelle E-Bike-Fahrt, die viel Konzentration abverlangt. Denn das Fahrrad ist an einen Simulator angeschlossen, der immer wieder plötzlich Personen über die Straße laufen lässt.

Der E-Bike-Simulator ist Teil des Projekts „Zukunftswerkstatt: Mobilität“ der Stadtwerke Balve und Menden, mit dem Interessierte die Zukunft der Mobilität auf dem Land an vielen Mitmachstationen erleben können.

Dafür wurde die sogenannte Mobilitätsinsel entwickelt, die nun seit einigen Wochen in Langenholthausen im ehemaligen Grundschulgebäude steht.

Blick durch die Virtual-Reality-Brille

Katrin Schwabl muss auf dem E-Bike versuchen rechtzeitig zu bremsen. Ihre Reaktion wird jeweils mit einem Smiley bewertet – lächelnd, wenn rechtzeitig gebremst wurde, weinend, wenn der Bremsweg zu lang war. Das E-Bike ist nur eine Station, die im Seminarraum der Sokola.de aufgebaut sind. „Hier gibt es noch einen Blick durch eine Virtual-Reality-Brille in das Jahr 2049, wenn Autos selbstständig fahren. Außerdem kann man Platz nehmen in unserem Fahrsimulator, der von der Sokola.de bis zur Balver Höhe fährt“, sagt Projektleiterin Alessa Näpel.

Alessa Näpel leitet das Projekt „Zukunftswerkstatt: Mobilität“.
Alessa Näpel leitet das Projekt „Zukunftswerkstatt: Mobilität“. © Kolossa, Julius

Die Mobilitätsinsel steht noch bis zum 24. Februar in Langenholthausen. Alle verfügbaren Termine sind allerdings bereits ausgebucht. „Uns liegen 40 Anmeldungen. Und mehr als 30 Langenholthausener haben uns bereits besucht“, ist Näpel froh über das große Interesse. Aus ihren Erfahrungen an den bisherigen Mobilitätsinsel-Standorten in Mellen und Garbeck berichtet sie: „Je mehr darüber im Dorf erzählt wird, wie hier die Mobilität der Zukunft erlebt und auch mitgestaltet werden kann, desto mehr Leute kommen.“ Seit April 2021 läuft das Projekt „Zukunftswerkstatt“. Und insgesamt rund 120 Balver haben die Mobilitätsinsel getestet.

Wunsch: Radweg zur Sorpe

Während die Balver Stadtwerke für das Projekt administrative Unterstützung leisten, sind die Mendener mit Alessa Näpel als Ansprechpartnerin vor Ort. Sie lädt die Besucher ein, Wünsche zu äußern, wie denn zukünftig die Anbindung an Stadt, Ortsteile und Umgebung besser erfolgen könne. Für Langenholthausen kristallisiert sich heraus: „Hier wird ein Radweg zur Sorpe gewünscht.“ Und sonst: „Wie in den anderen Dörfern auch ein besseres ÖPNV-Angebot und Mitfahrerbänke.“

Ab Montag, 28. Februar, steht die Mobilitätsinsel in Beckum im Showroom von Elektro Busche, Dorfstraße 8A. „Danach sind wir in Eisborn, möchten dann unsere Aktion in der Kernstadt abschließen“, erläutert Alessa Näpel.

Ergebnisse werden Anfang 2023 präsentiert

Anschließend werden die gesammelten Anregungen, Ergebnisse und Erkenntnisse ausgewertet und die Ergebnisse Anfang 2023 öffentlich präsentiert

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