Mobile Saftpresse macht in Eisborn Station

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Bevor die Äpfel in die Presse kommen, werden sie kleingehäckselt und in Tücher verpackt. ▪

EISBORN ▪ Das schöne Wetter des Frühjahrs zeigt sich jetzt in vielen Gärten: Die Apfelbäume hängen voller reifer Früchte – und das etwa zehn bis 14 Tage früher als in den Vorjahren. Von dem Obst wird Kompott gemacht und Kuchen gebacken, und was zu viel ist, wird zur Versaftung gebracht. Gestern machte die mobile Saftpresse von Michael Breitsprecher und Klaus Schulte auf dem Hof Schulte-Horst in Eisborn Station.

Breitsprecher erinnert, dass die Obstblüte bereits Mitte April begann. „Sonst ist sie erst in der ersten oder zweiten Maiwoche.“ Das Obst ist diesmal nicht nur früh reif, die Bäume tragen auch viele Früchte. Die von Rüdiger Runge zum Beispiel: „Die Äste sind zum Teil schon angebrochen.“ Jetzt konnte er ernten – und das nicht zu knapp. „Ich habe zu viel. Selbst Freunde und Nachbarn wollen nichts mehr“, sagt er. Deshalb ist er aus Nottuln nach Eisborn zum Entsaften gekommen. „Man will sie ja nicht verfaulen lassen.“ Außerdem bekommt er hier nur den Saft seiner eigenen Äpfel in die Tüte. „Wir wollen nicht den Saft von irgendwelchen gespritzten Äpfeln.“ Die weite Anfahrt nehme er dafür gerne in Kauf. Fünf Zentner hatte er gestern im Kofferraum. Mindestens 50 Kilogramm Äpfel müssen die Kunden zur mobilen Saftpresse bringen. „Daraus gewinnen wir etwa 30 bis 35 Liter Saft“, sagt Michael Breitsprecher. Zunächst geht das Obst auf den Sortiertisch, dann in die Waschmaschine. Die kleingemeischte Masse wird in Tücher verpackt und gestapelt. „Mit bis zu 30 Bar wird das Ganze zusammengedrückt.“ Der Saft wäre etwa drei Tage haltbar. Nach dem Pasteurisieren – der Saft wird auf 80 Grad erhitzt – hält er sich ein Jahr lang. Fünf Liter kosten 5 Euro.

Gestern kamen vor allem Obstbauern mit den Sorten Gravensteiner, Prinz Albrecht, Jacob Lebel und Rote Sternrenette, um sie verarbeiten zu lassen.

http://www.obst-auf-raedern.de

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