Optimum: Spitzensport, Politprominenz und große Spende

Balve Optimum: 19.000 Euro für Reiten gegen Hunger

Frank Hense und Patricia Plaege ersteigerten das Fohlen für 17000 Euro
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Frank Hense und Patricia Plaege ersteigerten das Fohlen für 17000 Euro

Mit Sport- und Politprominenz und einer stolzen Spendensumme für die Aktion Reiten gegen Hunger präsentierte sich das Balver Optimum

Wocklum – Frank Hense aus Gevelsberg und seine Lebensgefährtin Patricia Plaege hatten einen guten Platz am Samstag im Reitstadion: Von dort aus sahen sie spannende Wettkämpfe beim Longines Optimum, und auch den neuen Deutschen Meister im Springreiten, Tobias Meyer. Dieser nahm eine Sektdusche und machte danach sein „Seepferdchen“ in einem Wasserhindernis. An diesem führte für ihn nach der Siegerehrung kein Weg vorbei.

Immuny legt noch 2000 Euro drauf

Kein Seepferdchen, sondern ein echtes Fohlen nahmen dafür Frank Hense und Patricia Plaege mit nach Hause. Das kleine Pferd war zuvor zugunsten der Wohltätigkeitsaktion „Reiten gegen den Hunger“, versteigert worden. Nach einem 17000-Euro-Gebot stand dann Frank Hense als neuer Eigentümer fest. Und weil das Unternehmen „Immuny“, welches vor dem Eingang zum Longines Optimum das Schnelltestzentrum betrieb, noch 2000 Euro drauflegte, kamen insgesamt stolze 19000 Euro für den guten Zweck zusammen.

Rosalie Freifrau von Landsberg-Velen, Vorsitzende vom ausrichtenden Reiterverein Balve, gratulierte, der Korken der Champagnerflasche knallte, der edle Rebensaft perlte in den Gläsern, und es wurde angestoßen. „Wir unterstützen gerne die Hungerhilfe“, sagten Frank Hense und Patricia Plaege.

Balve Optimum: Fohlenversteigerung und Rahmenprogramm

Fohlenversteigerung und Rahmenprogramm beim Balve Optimum 2021
Fohlenversteigerung und Rahmenprogramm beim Balve Optimum 2021
Fohlenversteigerung und Rahmenprogramm beim Balve Optimum 2021
Fohlenversteigerung und Rahmenprogramm beim Balve Optimum 2021
Balve Optimum: Fohlenversteigerung und Rahmenprogramm

Patricia Plaege hat bereits zwei Pferde und an Wettbewerben bis Klasse M teilgenommen; der Neuzugang mit den Anlagen eines Springpferdes soll sich erst einmal auf der heimischen Wiese austoben. „Mal sehen, wie sich das Tier entwickelt“, möchte Patricia Plaege dem Stutenfohlen jetzt erst einmal genügend Zeit zur Eingewöhnung geben.

Polit-Prominenz hält sich mit Aussagen zurück

Viel Zeit jedenfalls hatten alle Besucher am Samstag nach dem offiziellen Teil der Reitveranstaltung, die der Podiumsdiskussion zum Thema: „Die herausgeforderte Gesellschaft – wir müssen reden!“ folgten. Moderator Dr. Ralf Geruschkat (Hauptgeschäftsführer der SIHK-Hagen) kam dabei mit Prof. Dr. Michel Friedman (deutsch-französischer Jurist, Philosoph, Politiker, Publizist und Fernsehmoderator), Paul Ziemiak (CDU-Generalsekretär) und dem FDP-Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag, Christian Lindner, ins Gespräch: Da waren die Herausforderungen über ein „noch nicht geeintes Europa“ (Friedman) und die Nato, die „in ständigerem Austausch der Mitgliedsländer“ stehen solle, während man zugleich die „Brücke zu Russland“ aufrechterhalten möge (Ziemiak). Mit einem Augenzwinkern beendete Dr. Geruschkat diese Podiumsdiskussion, als er sich an Christian Lindner und Paul Ziemiak wandte. Beide Politiker wollten sich nicht darüber äußern, ob das Bündnis von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen auch nach der Bundestagswahl im September in Berlin bestehen würde.

Diese Diskussion an der frischen Luft fand anstelle des Wirtschaftsgesprächs statt, und war nach Ansicht von Organisatorin Stephanie Kißmer ein voller Erfolg. „Ein Highlight“, sagte dazu Matthias Camminady, zweiter Vorsitzender vom Reiterverein Balve. „Solch ein hochkarätig besetztes Podium gibt es nur beim Optimum in Balve.“

Camminady blickte zurück auf eine gelungene Veranstaltung mit hochkarätigem Sport, zu dem endlich wieder Gäste begrüßt werden durften. Zwar waren es in diesem Jahr mit etwa 500 deutlich weniger als in den vergangenen Jahren, doch jedem Zuschauer wurde guter Pferdesport im Springen und in der Dressur geboten. Camminady sagte zu diesem pandemiebedingten Konzept mit weniger Besuchern: „Mehr geht leider nicht in diesen Zeiten.“

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