Hilfsaktion

Mit der Gulaschkanone ins Katastrophengebiet

800 Portionen Erbsensuppe wurden am Mittwoch von Helfern aus dem Märkischen Kreis und Hochsauerlandkreis, darunter Ludger Terbrüggen aus Balve (Dritter von links), in Bad Münstereifel verteilt.
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800 Portionen Erbsensuppe wurden am Mittwoch von Helfern aus dem Märkischen Kreis und Hochsauerlandkreis, darunter Ludger Terbrüggen aus Balve (Dritter von links), in Bad Münstereifel verteilt.

Anpacken und mithelfen, wo es nötig ist – Ludger Terbrüggen aus Balve ist so ein Mensch. Als Helfer war er am Mittwoch den ganzen Tag im vom Hochwasser sehr schlimm getroffenen Bad Münstereifel, um seinerseits Helfer zu bewirten.

„Die Initiative ging aber von Dieter Emde aus Langscheid aus“, sagte Terbrüggen im Gespräch mit der Redaktion. „Dieser sammelte Spenden für die dortigen Flutopfer, nachdem er mit Bad Münstereifels Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian telefoniert und nachgefragt hatte, wie er helfen könne.“ 3800 Euro kamen in kurzer Zeit zusammen. Die Summe wurde von Dieter Emde aus eigener Tasche auf 4000 Euro erhöht. „Aus seiner Privatschatulle sorgte er zudem für 800 Portionen Erbsensuppe, die mit Würstchen, Brötchen, Croissants und Getränken an die Helfer vor Ort ausgeteilt wurde“, erzählte Ludger Terbrüggen weiter.

Dieter Emde ist in Balve kein Unbekannter, denn auf dem SGV-Wandertag hat er schon häufig aus seiner Gulaschkanone (sie gehörte einst der Nationalen Volksarmee der DDR) für die Bewirtung am Ewald-Hagedorrn-Wanderheim gesorgt. Nun machte er sich am frühen Mittwochmorgen mit der Gulaschkanone auf dem Anhänger und freiwilligen Helfern aus Sundern und Langscheid auf in das Hochwassergebiet Bad Münstereifel.

Terbrüggen erlebt „großartigen Beweis für Solidarität“

Ludger Terbrüggen erfuhr davon – und schloss sich der Initiative prompt an. „Eine tolle Leistung aller Helfer der Hilfsorganisationen“, berichtete er auf der Rückfahrt von den Eindrücken. „Das, was dort passiert wird, ist ein großartiger Beweis für Solidarität.“

Ein kleiner Beitrag dazu sollte auch mit der Verteilung der Erbsensuppe geleistet werden. Die 4000-Euro-Spende wurde in Bad Münstereifel den Verantwortlichen eines Hilfsfonds übergeben, der die von dem Hochwasser betroffenen Menschen finanziell unterstützt. Ludger Terbrüggen: „Es ist nicht zu beschreiben, was passierte, als die Erft über ihre Ufer trat.“ Diese Eindrücke nimmt er mit nach Hause – aber auch Lob und Dankbarkeit, die er vor Ort von vielen Menschen erfahren habe.

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