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Mit alten Ideen den Bürgerbus wieder attraktiv machen

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Von: Julius Kolossa

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Das Team des Bürgerbusvereins um den Vorsitzenden Guido Grevener (2.v.l.) will mit der Unterstützung einiger Sponsoren wieder durchstarten.
Das Team des Bürgerbusvereins um den Vorsitzenden Guido Grevener (2.v.l.) will mit der Unterstützung einiger Sponsoren wieder durchstarten. © Kolossa, Julius

Corona hat den Balver Bürgerbus ausgebremst. 2019 – und damit im letzten Jahr vor Ausbruch der Pandemie – wurden 10 454 Fahrgäste gezählt, 2020 waren es nur noch 3604.

„Jetzt wollen wir wieder durchstarten – und dies mit neuen Sponsoren, die dafür sorgen, dass wir unseren Bürgerbus unterhalten können“, sagt Guido Grevener, Vorsitzender des Bürgerbusvereins.

„Etwa 20 000 Euro kommen jährlich für die Unterhaltung des Busses zusammen. Und für die kommen wir auf“, so Grevener. Eigentümerin ist die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG), mit der die Balver seit der Gründung des Bürgerbusvereins im Jahr 2002 kooperieren. „Wir fahren im Auftrag der MVG.“

Bus durfte monatelang nicht fahren

Dies soll bald möglichst wieder mit mindestens 10 000 Fahrgästen im Jahr geschehen. Diese Vorgabe stellte Grevener in den Raum. Dass die Fahrgastzahlen wegen der Corona-Pandemie mit den einhergehenden Vorschriften und Einschränkungen einbrechen würden, damit hatte der Verein gerechnet. Schließlich fuhr der Bus monatelang überhaupt nicht.

Fahrgastzahlen für 2021 konnte Guido Grevener, seit August 2021 der erste Mann des Bürgerbusvereins, noch nicht vorlegen, er will lieber nach vorne blicken: „Es gilt jetzt, den Bürgerbus wieder attraktiv zu machen, so die Fahrgastzahlen zu steigern.“ Beitragen dazu soll ein Fahrplan, der jetzt als größer formatiertes Heft aufgelegt wurde. Größer dargestellt sind auch die abgedruckten Abfahrtszeiten an den Vor- und Nachmittagen.

Bezahlen mit dem „Mammut Taler“

Gezahlt wird entweder direkt beim Fahrer mit 2,10 Euro für eine Fahrt, oder mit der Bankkarte der Sparkasse, die dann die Kosten übernimmt. Eine weitere Möglichkeit ist die „Balve Card“. Diese muss zunächst für drei Euro beim Fahrer erworben werden. Anschließend können Nutzer sogenannte „Mammut Taler“ als Zahlungsmittel sammeln. Diese Taler bekommt man auf Wunsch nach einem Einkauf in der Metzgerei Jedowski, der Bäckerei Tillmann und im Markant-Markt. Zudem im Bürgerbüro für kostenpflichtige Leistungen. Jeder Taler berechtigt dazu, einmal kostenlos Bürgerbus zu fahren.

Neu ist all dies nicht – die „Balve Card“ in dieser Funktion gibt es seit 2013. „Diese soll jetzt verstärkt beworben werden“, sagt Grevener. „Der Bürgerbus ist ein Dienstleister, mit dem man in Balve auf diese Weise von A nach B kommen kann.“ Dies trifft allerdings nicht auf alle Ortsteile zu, wie der Vorsitzende hinzufügt. „Die Fahrt von und nach Eisborn wäre ein zu großer Aufwand, sodass dieses Dorf nicht angefahren wird. Und in Volkringhausen besteht kein Bedarf. Auch dieser Ort steht nicht im Fahrplan.“

Verein sieht sich gut aufgestellt

14 Fahrer sind ehrenamtlich im Einsatz, ein weiterer befindet sich in der Ausbildung. „Wir sind gut aufgestellt“, so Grevener.

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