Miniphänomenta bietet 52 spannende Versuche

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Die Wasser-AG baute den Wasserkreislauf im Miniaturformat. ▪

LANGENHOLTHAUSEN ▪ In ein großes Forschungslabor hat sich gestern die Grundschule Langenholthausen verwandelt. Überall auf den Fluren und in den Klassenräumen wird seitdem experimentiert. In dieser Woche ersetzen nicht nur die Projekttage den üblichen Stundenplan, zu Gast in der Einrichtung ist auch die Miniphänomenta mit 52 Experimentier-Stationen. Von Annabell Niemand

Verteilt auf elf Gruppen beschäftigen sich die 95 Mädchen und Jungen mit allerlei technischen und naturwissenschaftlichen Phänomenen – mit optischen Täuschungen, Luft und Schall, Wasser, Wetter, Bewegung und Magnetismus, Elektrizität, Feuer und Chemie. Angeleitet werden die Arbeitsgruppen von Eltern und Lehrern. In jeder Gruppe finden sich Kinder aus allen vier Jahrgängen. „Die Großen lernen von den Kleinen, die Kleinen von den Großen“, erklärt Schulleiter Engelbert Falke. Im normalen Unterricht komme das viel zu kurz.

In der Wetter-AG messen die Kinder täglich Temperatur und Niederschlagsmenge. Außerdem bestimmen sie Windrichtung und -stärke. Nicht nur in dieser Gruppe kommen die Experimentierkästen, die der Förderverein erst vor zwei Wochen an die Schule übergeben hat, zum Einsatz. Auch die Gruppe, die sich mit dem Feuer beschäftigt, kann die Materialien gut gebrauchen.

Lehrerin Britta Levermann und ihre Gruppe haben gestern damit begonnen, Kristalle zu züchten. Heute lernen die Schüler, wie Kohlendioxid entsteht und wie Brause als Feuerlöscher eingesetzt werden kann. Mit handelsüblichem Rotkohlsaft sollen die Mädchen und Jungen viele unterschiedliche Farben zaubern. Ganz nebenbei lernen sie dabei Säuren und Basen kennen. „Chemie ist richtig cool“, sagte Max Vedder schon am ersten Tag.

Nicht weniger abenteuerlich ist es in der Wasser-Gruppe. Unter anderem besucht sie das Klärwerk und die Gransauer Mühle. In der Borke macht sie sich auf die Suche nach Kleinstlebewesen.

Wenn sich bei dem abwechslungsreichen Programm Pausen bieten, können die Grundschüler die 52 Stationen der Miniphänomenta entdecken. Dabei kann jedes Kind selbst entscheiden, wie lange es sich mit einem Phänomen beschäftigt. Erklärungen gibt es nicht. Die müssen sich die Kleingruppen schon selbst erarbeiten. Eigene Ideen sollen entwickelt, Lösungsansätze gefunden werden. Die Schüler probieren aus, diskutieren und überprüfen ihre Hypothesen. Am Freitag in der Zeit von 15 bis 17 Uhr steht die Miniphänomenta allen interessierten Familien offen.

Als Engelbert Falke gestern fragte, wer denn heute wiederkommen will, gingen alle Finger blitzschnell nach oben. Dabei war ein schulfreier Tag die Alternative.

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