Für 6,5 Millionen Euro: St.-Johannes-Altenpflegeheim wird umgebaut

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Franz-Josef Rademacher, Leiter der Einrichtung am Brucknerweg, stellte die Umbaupläne am Donnerstag vor. Bis die Arbeiten beginnen können, müssen aber noch letzte Details mit den Behörden geklärt werden. 

Balve - „Wir stehen endlich in den Startlöchern für den Umbau unseres Altenpflegeheims“, freute sich Franz-Josef Rademacher, Leiter des seit 1993 bestehenden St.-Johannes-Altenpflegeheims, am Donnerstag über ein „verspätetes Weihnachtsgeschenk“.

Für etwa 6,5 Millionen Euro sollen umfangreiche Investitionen in den Bestand des Hauses sowie in einen Erweiterungsneubau erfolgen. Die Arbeiten sollen bis spätestens Ende 2022 abgeschlossen sein. 

„Spätestens“, betonte Jürgen Känzler, Kirchenvorstand. Dem Kaufmännischen Direktor der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis als Gesellschafter dieser Einrichtung, Hennnig Eichhorst, erschien dies allerdings zu lang. Gerne möchte er schon vor diesem Stichtag die Einweihung des dann um 1050 Quadratmeter erweiterten Hauses vornehmen. Er weiß aber auch, dass noch Detailfragen mit den Behörden zu klären sind, bevor der Bauantrag gestellt werden kann. 

Dagegen ist der Vertrag als Basis für diese Erweiterung unter Dach und Fach. „Ein gelungenes Werk liegt auf dem Tisch“, sagte dazu Henning Eichhorst. Nach langen Verhandlungen haben sich die Gemeinnützige St. Marien-GmbH als Betreiber des St.-Johannes-Altenpflegeheims und die Katholische Kirchengemeinde St. Blasius als Eigentümer des Grundstücks und der Immobilie, auf den Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages geeinigt, mit dem die Fortführung des Betriebes für die nächsten 55 Jahre gesichert ist. 

Künftig 80 statt 70 Bewohner 

Damit wird demnächst das Wirklichkeit, was schon seit der Inbetriebnahme vor 25 Jahren vorgesehen war: Einzelzimmer für die Bewohner. Was damals allerdings, so Franz-Josef Rademacher, dem Gesetzgeber „zu teuer“ war, ist nun verpflichtende Vorgabe geworden. Dieser nimmt sich die Balver Einrichtung an, und nimmt eine Erweiterung vor. So sollen 20 Einzelzimmer und neue Aufenthaltsbereiche auf zwei Ebenen entstehen. Die Gemeinschaftsräume werden vergrößert und um zusätzliche Balkone ergänzt. Zukünftig können dann 80, statt bisher 70 Menschen in den fünf Wohnbereichen leben. 

Im linken Bereich der Anlage, wo aktuell noch mehrere Garagen stehen, soll demnächst mit den Arbeiten für den Erweiterungsbau begonnen werden.

Durch die baulichen Maßnahmen wird eine Einzelzimmerquote von gut 89 Prozent erreicht. Außerdem ist auch eine Tagespflegeeinheit im Erdgeschoss des Neubaus geplant. Mit Blick auf die jetzt anstehende Investition im siebenstelligen Euro-Bereich meinte Franz-Josef Rademacher, Leiter des Fachbereichs Altenhilfe: „Mit den geplanten Veränderungen wird unser St.-Johannes-Altenpflegeheim eine zukunftsweisende und nachhaltige Rolle im Versorgungskonzept für Senioren in der Region einnehmen.“ 

Er sieht darin auch Vorteile als Arbeitgeber, wenn es darum geht, an einem attraktiven Standort neue Fachkräfte zu gewinnen: „Wir bieten Betreutes Wohnen, Vollzeitpflege und dann auch Kurzzeitpflege an.“ Allerdings weiß auch er, dass es schwieriger wird, Personal zu finden und langfristig zu binden. 

Mitarbeiterzahl erhöht sich auf 95 

Nach Fertigstellung des Neubaus würde die Mitarbeiterzahl um 15 auf dann 95 steigen. Die Belastung sei auch in Balve hoch, dementsprechend steige der Krankenstand. Inzwischen werde das Team um Leiharbeitskräfte ergänzt. 

Doch positiv stimmt die Verantwortlichender Einrichtung, dass nach wie vor Nachwuchs in der unter der Leitung der Katholischen Kliniken stehenden Pflegeschule in Iserlohn generiert werden könne.

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