Michael Gödde übergibt Sportabzeichen-Abnahme und -Training an Stefanie Höppe

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Im Beisein vieler Sportler, darunter auch einige Schüler der 33-jährigen Grundschullehrerin, übernahm Stefanie Höppe den „Staffelstab“ von Michael Gödde.

Balve - „Ich habe jetzt den Staffelstab an Stefanie Höppe weiter gegeben“, verabschiedete sich Michael Gödde am Montag als Sportabzeichen-Obmann von den Teilnehmern, die sich auf dem Sportplatz am Krumpaul versammelt haben, um für Gold, Silber oder Bronze zu trainieren. „Euch allen viel Erfolg“, wünschte der 69-Jährige Jung und Alt – und stellte zum Schluss noch seine sportlichen Qualitäten beim Seil-Springen unter Beweis.

Dann überließ er Stefanie Höppe die Gruppe. Die 33-jährige Lehrerin an der Balver Grundschule hatte sich gut auf ihre „erste Stunde“ vorbereitet. „Mensch Mama, da steht ja meine Lehrerin!“, waren einige Mädchen und Jungen erstaunt über ihre Übungsleiterin. Für die Aufwärmphase hatte sie zwei Runden um den Sportplatz und darauf folgende Dehnübungen kalkuliert, anschließend stand das Training für die Sportabzeichen-Disziplinen auf dem Stundenplan.

Ihre sportlichen Erfahrungen hat Stefanie Höppe als „Rechtsaußen“ bei den Handballern von HSG Menden-Lendringsen gemacht, außerdem unterrichtet sie Sport an ihrer Schule. Mit dem Sportabzeichen hat sie bisher noch keine Erfahrung gemacht, gibt sie auf Nachfrage unserer Zeitung zu. „Aber ich werde hier mein 1. Abzeichen machen“, versprach sie. Dass sie jetzt an der Quelle sitzt, ist Petra Mertens vom Stadtsportverband zu verdanken, die bei der Suche nach einem Nachfolger für Michael Gödde bei ihr eine Zusage erhalten hat.

Der Senior erklärte seiner Nachfolgerin die Abläufe und bereitete sie auf ihre neue Aufgabe vor.

„Viele, viele Jahre“, habe er bereits das Sportabzeichen abgenommen, erinnert er sich. Etwa 60 Teilnehmer habe er jährlich gehabt, das Alter habe sich dabei von sechs bis 80 Jahren erstreckt. „Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination werden gewertet“, sagte er, der 16 Mal das Sportabzeichen in Gold absolviert hat. Seine Spezialität war die Mittelstrecke, viel trainieren musste er dagegen für das Kugelstoßen.

Michael Gödde hat sich mit jedem gefreut, der sein Ziel in Gold, Silber oder Bronze erreicht hat. Dabei ist ihm ein Teilnehmer besonders in Erinnerung geblieben: Ein 70-Jähriger entschied sich in der Disziplin „Koordination“ zu kegeln. „Als Alternative zugelassen“, kommentierte Gödde. 640 Holz mussten mit 100 Würfen fallen, 720 standen schließlich auf der Liste. „Er hat bestanden“, nickt der nun ehemalige Obmann.

Für seine Position sollte schon seit mehreren Jahren das Ende eingeläutet werden, wie er während der Sportlerehrungen immer wieder verkündete. Es sei Zeit für einen jüngeren Nachfolger, meinte er dazu. Dass jetzt Stefanie Höppe seinen Posten übernommen hat, stimmt ihn zufrieden. Ihr übergab er den „Staffelstab“, in diesem Fall einen Korb, in dem sich Schlagball, Schleuderball. Seile, Stoppuhr, Maßband und Schlüssel befinden. Doch dem Sport kann er sich nicht ganz entziehen: Auf dem Weg vom Sportplatz zum Parkplatz hat er noch einen wertvollen Tipp für eine Läuferin: „Zwischendurch immer wieder zehn schnellere Schritte laufen, das verbessert die Kondition.“

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