Metallguss mit Geschick und Muskelkraft

Volker Allexi (links) stand den Teilnehmern des Workshops gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Wocklum -  Es war wie in alten Zeiten in der Luisenhütte: Der Geruch von Formsand lag in der Luft, das Metall – Bronze und Messing – wurde im Ofen auf Temperatur gebracht, während an einem langen Arbeitstisch die Gießformen erstellt wurden.

Die Teilnehmer der „Metallgießwerkstatt“, die von Maschinenbaumeister Volker Allexi in die technische Fertigung und die künstlerische Metallgestaltung eingewiesen wurden, waren in ihrem Element.

Nach der Theorie folgte die Umsetzung der gerade gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis. Das Einformen und die Gestaltung der Eingusskanäle erforderte einiges an Fingerfertigkeit, Geduld und vor allem logisches Denken, denn das flüssige Metall soll idealerweise auf dem kürzesten Weg die gesamte Hohlform ausfüllen.

Volker Allexi stand den Teilnehmern stets beratend zur Seite, wenn es bei einem Arbeitsschritt nicht recht vorangehen wollte. Nach dem Gießen standen das Auspacken der Gussform und das Verputzen der Endprodukte auf dem Programm. Auch hier war Muskelkraft gefragt, denn der Anguss musste vom Gusstück gesägt, und dieses von überstehendem Grat mit Feilen befreit werden.

Sowohl Frauen als auch Männer nahmen an diesem von den Museen des Märkischen Kreises veranstalteten Wochenend-Workshop teil. Erstaunlich schnell sei dieser ausgebucht gewesen, verrietMuseumspädagogin Bernadette Lange. Für diejenigen, die dabei waren, hatte es sich am Ende gelohnt: Sie konnten neben dem neu erworbenen Wissen schließlich selbst gegossene Erzeugnisse als greifbares Ergebnis mit nach Hause nahmen.

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