400 Menschen erleben Gottesdienst mit Feuershow

Feuer im Gotteshaus: Die Besucher der Heiligen Messe erlebten am Sonntagabend eine beeindruckende Show.

Langenholthausen -  Kein Parkplatz war mehr frei rund um die Langenholthausener Kirche, im Inneren gab es keine Sitzplätze mehr. Die Kirchenbesucher standen am Sonntagabend dicht gedrängt, Kinder saßen ganz vorne auf dem Teppich. Mehr als 400 Menschen waren es, die an der Jugendmesse teilnahmen. „Feuer frei ...“, lautete das Motto, umgesetzt wurde es von Aktionskünstler Christian Meier.

Von Julius Kolossa

Er zeigte ein beeindruckendes Spiel mit dem Feuer. „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, betonte Pfarrer Andreas Schulte. Und dann sah auch er gespannt zu, wie Christian Meier brennende Fackeln kreisen ließ und mit ihnen jonglierte, Feuer spuckte und es am Ende mit dem Mund löschte.

Mehr Symbolik zum Thema „Achtung! Junge Kirche Ansteckungsgefahr!“ hätten die Organisatoren in der Fastenzeit wohl nicht präsentieren können. Vor dem Altar brannte ein Kamin, die Firmbewerber aus Garbecker, die den Gottesdienst vorbereitet hatten, legten nach den Fürbitten Teelichter nieder, und anstelle einer Predigt erwartete die Besucher im Gotteshaus die besagte Feuershow.

Kein Wunder, dass ein Mädchen schließlich feststellte, es lohne sich, sich anstecken zu lassen: „Das ist besser, als wie eine unangezündete Kerze in einer Schachtel zu liegen.“ Wer deutlich sichtbar für etwas entflammt sei, der könne auch andere anstecken. Pfarrer Schulte erinnerte in diesem Zusammenhang daran, es sei wichtig, sich in der Fastenzeit neu auszurichten.

Für einen Perspektivwechsel sorgte dann noch einmal Christian Meier, der auf Stelzen in der Kirche umherwanderte, und die Besucher mit Modellierballons unterhielt. Kam im offiziellen Teil zunächst nur die erste Reihe in den Genuss dieser Luft-Kunstwerke, ließ der Künstler später allerdings kein Kind mit leeren Händen nach Hause gehen. Geduldig erfüllte er die Wünsche, die auch von Jugendlichen geäußert wurden: „Ein rotes Herz, bitte.“ Verschenkt wurde dieses dann am nächsten Tag an die Freundin.

Nach den ersten drei Wochen der „Jungen Kirche“ zogen Pfarrer Andreas Schulte, Gemeindereferentin Elke Luig sowie die drei Organisatoren Melanie Busche, Katarina Fittkau und Michael Sprenger eine zufriedenstellende Bilanz, erfreuten sich doch bisher die Jugendmessen großer Resonanz. Sehr gut besucht war auch das Konzert mit Tobias Hundt – die bisherige Höchstzahl der Besucher wurde aber am Sonntag erreicht.

Weiter geht es am Donnerstag mit dem Frauen-Abend von 19 bis 21 Uhr: „Lauffeuer – eine weibliche Art, die gute Nachricht zu verbreiten“. Am Freitag wird ein Film für Jugendliche ab 18 Jahren gezeigt. Die nächste Jugendmesse findet am kommenden Sonntag um 18 Uhr mit einer Tauffeier statt. Der Junge-Kirche-Talk am Montag, 11. März, um 19 Uhr beschäftigt sich mit dem Thema: „Vorsicht! Virus Glaube – neue Therapien im Schuhkarton“.

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