Mellener Projektchor probt Musical-Melodien

Die Damen sind im Projektchor in der Überzahl: 32 Sängerinnen machen mit. Alle Beteiligten freuen sich auf ihren großen Auftritt am 7. September in der Schützenhalle.

Mellen -  „Kann es wirklich Liebe sein?“ singt Lydia Streiter. Die 13-jährige Balverin ist eine von 50 Sängern des Projektchores Mellen – und eine von sechs Solisten. Am Sonntag, 7. September, ab 15 Uhr stehen die Sängerinnen und Sänger in der Mellener Schützenhalle auf der Bühne.

Von Julius Kolossa

Zu einer intensiven Probe hatten sich alle Beteiligten am Samstag im Pfarrheim getroffen. Während die Solistin probte, stimmte Daniel Pütz derweil im Saal „Money, Money“ an, der Chor sang begeistert mit. Etwa 30 Proben hätten seit November des vergangenen Jahres stattgefunden, berichten die Chorleiter Pütz und Baumeister. Seitdem habe sich viel getan, berichtet Heinz-Dieter Baumeister. „Die Neuen hatten anfangs große Probleme zusammen mit anderen Stimmen zu singen und die Melodie zu halten.“ Daniel Pütz ergänzt: „Auch das Halten der hohen Töne war eine große Herausforderung.“ Etwa die Hälfte der Sänger habe noch keine Chorerfahrung gehabt. „Jetzt sind es richtig gute Chorsänger geworden“, lobt Heinz-Dieter Baumeister.

Neben zahlreichen Frauen und Männern aus Mellen – der Männergesangverein und der Frauenchor hatten gemeinsam die Projektchor-Idee und treten als Veranstalter am Konzerttag auch mit eigenen Liedern auf – reisen andere Sänger aus Sundern, Langenholthausen, Küntrop und Hemer an. Es hat sich eine Gemeinschaft im Alter von 13 bis über 80 Jahren gefunden. 32 Frauen und 18 Männer waren von Anfang an hochmotiviert bei der Sache, als es daran ging, Musical-Melodien so zu proben, dass diese vor großem Publikum gesungen werden können.

In der Schützenhalle stehen 450 Plätze zur Verfügung, die Eintrittskarten kosten im Vorverkauf fünf Euro, eventuelle Restkarten sind dann an der Tageskasse zum Preis von sechs Euro zu haben.

Vorgetragen werden ausschließlich für dieses Projekt und den Chor arrangierte Musicalmelodien. Bei den Proben fielen den Chorleitern sechs Solisten auf, über die Heinz-Dieter Baumeister sagt: „Wir haben Talente entdeckt.“ Auf diese Sänger zugeschnittene Stücke werden in Einzelproben erarbeitet. Zu hören sind Lieder aus dem kleinen Horrorladen, Elisabeth, Der König der Löwen, Die Päpstin, Cats und Les Miserables.

Zu Beginn des Konzerts tragen der Männer- und der Frauenchor eigene Lieder vor, dann folgen die Projektlieder: Money, Money (aus Mama Mia von Abba), Ich hab geträumt (Les Miserables), Du allein (Starlight Express), Wie vom Traum verführt (Joseph) und Unser Sommer (Mama Mia). Ergänzt wird das Programm durch die Solisten.

Über ein Folgeprojekt wird zurzeit noch beraten, denn das Projekt hat viele neue Sänger begeistert, die in einem solchen Rahmen auch zukünftig gerne weiter singen würden. Sicher sei bereits jetzt, dass dieses Projekt die Basis beider Chöre für eine engere Zusammenarbeit geworden sei, betont Daniel Pütz.

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